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Wissen Vulkan Ätna spuckt wieder Lava
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11:58 28.02.2017
Nach Experteneinschätzungen stellt diese Eruption keine Gefahr für die nahegelegenen Siedlungen dar. Quelle: AP
Rom

Der Vulkan Ätna auf Sizilien ist wieder ausgebrochen. Der höchste Vulkan Europas spuckte am Montagabend Lava und bildete am Südostkrater einen Lavastrom, sagte ein Sprecher des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) am Dienstag.

Es bestehe aber keine Gefahr, auch der Luftverkehr am Flughafen im nahe gelegenen Catania sei nicht wegen Asche behindert. In letzter Zeit habe die Aktivität an dem Vulkan wieder zugenommen.

G7-Gipfel im Mai auf Sizilien

Am Ätna kommt es immer wieder auch zu größeren Eruptionen, er gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Ende Mai findet ganz in der Nähe, in Taormina, der G7-Gipfel der führenden Industrienationen statt, zu dem auch US-Präsident Donald Trump erwartet wird. Der INGV-Sprecher betonte, falls der Ätna zu dieser Zeit Asche spucke, könnten Flugzeuge auch auf andere Flughäfen ausweichen.

Die schlimmsten Vulkanausbrüche der Geschichte

Vulkanausbrüche bringen Brände, Ascheregen und Flüchtlingselend. Beispiele für folgenschwere Eruptionen:

2014 Ontakesan, Japan
: Der Vulkan westlich von Tokio stößt 10.000 Meter hohe Rauchwolken aus. Mindestens 56 Menschen kommen ums Leben.

2010: Merapi, Indonesien: Bei der schwersten Eruption des Feuerberges auf der Insel Java werden mindestens 350 Menschen getötet.

2010 Eyjafjallajökull, Island: Lava-Asche legt in weiten Teilen Europas den Flugverkehr lahm und richtet einen Milliardenschaden an.

2009 Mayon, Philippinen: Bei einem Ausbruch sterben mindestens vier Menschen, Tausende sind auf der Flucht.

1997 Soufrière, Montserrat: Die Hauptstadt der Karibikinsel, Plymouth, wird zerstört, Dutzende Einwohner sterben.

1991 Pinatubo, Philippinen: Bei einer der schwersten Ausbrüche des Jahrhunderts kommen bis zu 1000 Menschen ums Leben.

1986 Nios, Kamerun: Eine Giftgaswolke aus dem Kratersee tötet nahezu 1800 Anwohner.

1980 St. Helens, USA: Bei einem Ausbruch wird die Gipfelspitze weggesprengt, 57 Menschen sterben.

1902 Montagne Pelee, Martinique: Bis zu 30.000 Menschen werden durch Auswurf und eine Glutwolke getötet.

1883 Krakatau, Indonesien: Rund 70.000 Tote sind zu beklagen, Aschewolken verdunkeln weite Teile der Erde.

1815 Tambora, Indonesien: Auf Sumbawa kommen bis zu 100.000 Menschen um. Asche und 400 Millionen Tonnen Schwefelgase verbreiteten sich weltweit. Im ’“Jahr ohne Sommer“ 1816 gibt es verheerende Hungersnöte.

1669 Ätna, Italien: Lava und Erdbeben töten etwa 20.000 Menschen.

1631 und 79 n. Chr., Vesuv: Ausbrüche begraben zweimal die Stadt Pompeji unter sich und töten insgesamt 6400 Menschen.

Von RND/dpa