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20:46 28.06.2013
Unethisch? Mit einem neuen Verfahren kann ein Ei auch mit zwei Erbgütern, statt mit einem, befruchtet werden. Quelle: dpa
London

Sally Davies, die höchste medizinische Regierungsberaterin, forderte gestern nach Abschluss einer öffentlichen Expertenkonsultation die Legalisierung einer neuartigen Befruchtungsmethode, die Menschen mit bestimmten unheilbaren, vererbbaren Krankheiten – sogenannten mitochondrialen Fehlfunktionen – gesunde Kinder bescheren kann.

„Wissenschaftler haben bahnbrechende neue Verfahren entwickelt, die verhindern können, dass solche Krankheiten weitervererbt werden“, sagte Davies. Charakter und viele andere Eigenschaften eines Kindes sollen nach Darstellung des Gesundheitsministeriums durch das Zellmaterial der Spenderin nicht beeinflusst werden.

Bei einer Befruchtung gelangt normalerweise Erbgut des Mannes in die Eizelle der Frau. Diese enthält ihr Erbgut nicht nur im Zellkern, sondern auch in den Mitochondrien, die als die „Kraftwerke der Zellen“ bekannt sind. Trägt eine Frau einen seltenen Gendefekt in ihrem mitochondrialen Erbgut, kann es bei dem Kind zu schweren Fehlentwicklungen kommen, darunter Muskelschwäche, Herzschwäche und Sehschwächen bis hin zur Blindheit.

Bei dem jetzt in Großbritannien geplanten neuen Verfahren wird der Kern der mütterlichen Eizelle mit den Mitochondrien der Eizelle einer weiteren Frau, einer Spenderin, zusammengebracht. Im Reagenzglas wird dann diese Hybrideizelle mit der Spermazelle des Vaters verschmolzen und dann in die Gebärmutter eingesetzt. Angeblich werden erbliche Eigenschaften durch die zweite Mutter nicht verändert.

Doch das Projekt ist stark umstritten. Gegner argumentieren, das geplante Vorgehen sei unethisch. David King, Direktor von der Humangenetik-Organisation, sagte dem Sender BBC: „Diese Techniken sind unnötig und unsicher.“
Das britische Gesundheitsministerium dagegen ist überzeugt von den Methoden. Die umstrittenen Pläne sollen bis zum Jahresende in einen Gesetzesentwurf gegossen werden, über den das Parlament voraussichtlich im nächsten Jahr abstimmen wird.

Thomas Pfaffe

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