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09:55 07.08.2014
Bei Speiseröhren- und Magenkrebs gingen die Krankheitsfälle demnach um 30 Prozent und die Todesfälle um 35 bis 50 Prozent zurück. Quelle: dpa
London

Den Forschern zufolge kann die Einnahme von Aspirin über zehn Jahre die Fälle von Darmkrebs um rund 35 Prozent und die Todesfälle um 40 Prozent verringern. Bei Speiseröhren- und Magenkrebs gingen die Krankheitsfälle demnach um 30 Prozent und die Todesfälle um 35 bis 50 Prozent zurück.

Um diesen Effekt zu erzielen, müssten Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren mindestens fünf Jahre lang eine tägliche Dosis von 75 bis 100 Milligramm Aspirin einnehmen. In den ersten drei Jahren der Einnahme war kein Effekt erkennbar. Die Todesfälle verringerten sich erst nach fünf Jahren.

Aspirin wurde lange als Mittel im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen angesehen, seine Wirkung wurde aber auch bei Krebs untersucht. Die Wissenschaftler hoben nun hervor, ihre Studie sei die erste mit umfangreichen Beweisen, dass Aspirin gegen die genannten Krebsarten schützen könne. Für ihre Untersuchung werteten die Forscher mehr als 200 klinische Versuche und andere Studien aus.

Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen

Studienleiter Jack Cuzick vom Zentrum für Krebsvorsorge der Queen Mary-Universität in London räumte ein, dass negative Nebenwirkungen von Aspirin wie Magen-Darm-Geschwüre oder Blutungen im Verdauungstrakt nicht ignoriert werden dürften. Daher solle näher erforscht werden, wer besonders von einer Einnahme von Aspirin profitieren könnte. Er hob aber hervor, dass nach dem Verzicht auf Rauchen und der Verringerung von Übergewicht die Einnahme von Aspirin das beste Mittel zu sein scheine, um das Krebsrisiko zu verringern.

Laut Cuzick zeigt die Studie, dass es neun Prozent weniger Krebsfälle, Schlaganfälle und Herzinfarkte bei Männern und sieben Prozent weniger bei Frauen gäbe, wenn jeder im Alter zwischen 50 und 65 Jahren anfangen würde, mindestens zehn Jahre lang täglich Aspirin einzunehmen.

AFP

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