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Wissen Schiff taucht an World-Trade-Center-Baustelle auf
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16:53 15.07.2010

Ein Schiff aus dem 18. Jahrhundert ist an der Baustelle des neuen World Trade Centers in New York aufgetaucht. Bauarbeiter fanden den mindestens 200 Jahre alten und neun Meter langen Schiffsrumpf mitten in Manhattan. Dieser liegt Berichten der „New York Times“ zufolge sechs bis neun Meter unter dem Straßenniveau.

Ein Bagger sei am Dienstag auf geschwungenes Holz gestoßen, danach sei das Gerippe des Bootes zum Vorschein gekommen, sagten Archäologen, die für den Fall solcher Funde fest auf der Baustelle angestellt sind. Das genaue Alter des Gefährts müsse noch ermittelt werden, dazu würden Holzproben genommen und ins Labor geschickt. Möglichst schnell soll der Rumpf gesichert werden, um dessen Verfall zu verhindern.
Eine historische Karte zeigt, dass in der Nähe des Fundgebietes, zwischen der heutigen Liberty und Cedar Street, 1797 noch zwei Kais lagen: Lindsey’s und Lake’s Wharf. In späterer Zeit gab es immer wieder Aufschüttungen, um dem Fluss Hudson Land abzuringen. Auch der Aushub des ersten World Trade Centers, das 2001 durch Terroristen zerstört wurde, war zur Aufschüttung verwendet worden. Der Battery Park an der Südspitze Manhattans war dabei größer geworden. Die Archäologen vermuten, dass einst auch das Schiff als Füllmaterial für die Aufschüttung an der Liberty Street verwendet wurde.
Das regnerische Wetter der vergangenen Tage kommt den Forschern zu Gute, der Schlamm bleibt feucht. „Wir müssen möglichst schnell alles aufnehmen und erfassen. Die Analyse kommt später“, sagte Doug Mackey, Chefarchäologe der Denkmalbehörde des Bundesstaates New York, der „New York Times“. Die Sonne hätte den Zerfall des Holzes, das 200 Jahre durch den Schlamm konserviert wurde, zusätzlich beschleunigt. 1982 wurde das letzte Mal ein Schiff in Manhattan gefunden. Das Frachtschiff aus dem 18. Jahrhundert wurde in der Water Street entdeckt.

dpa, apn

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