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09:56 01.12.2015
Foto: Einen Mundschutz zu tragen, ist für viele Pekinger inzwischen alltäglich. Quelle: EPA/HOW HWEE YOUNG
Peking

Der schlimmste Smog dieses Jahres schnürt den mehr als 20 Millionen Pekingern die Luft ab. Die Behörden riefen die Menschen am Dienstag auf, nicht vor die Tür zu gehen oder zumindest Atemmasken zum Schutz zu tragen. Schulen strichen ihre Freiluftaktivitäten. Es war der vierte Tag mit schlimmem Smog in Folge, eine schmutzige Dunstwolke verdunkelte den Himmel über der chinesischen Hauptstadt bedrohlich. "Es scheint wie der Weltuntergang zu sein", sagte ein 51-Jähriger.

Der Schadstoffindex der US-Botschaft für den gefährlichen Feinstaub erreichte weiter "gefährliche" Spitzenwerte von 500 bis 600. Das ist mehr als das Zwanzigfache des Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Feinpartikel mit weniger als 2,5 Mikrometer Durchmesser sind besonders gefährlich, weil sie direkt ins Blut gehen und Krebs auslösen können.

Zwar berichteten die Behörden, zahlreiche Fabriken hätten ihre Produktion herunterfahren oder einstellen müssen, doch lief der Straßenverkehr ungehindert. Trotz der extremen Luftverschmutzung wurde die höchste Alarmstufe "Rot" mit Fahrbeschränkungen weiterhin nicht ausgerufen. Bewohner kritisierten die Behörden für ihre Untätigkeit. "Wie schlimm muss es denn noch werden?", fragte ein Pekinger. "Die lachen doch über die Gesundheit der einfachen Leute."

Feinstaubalarm auch in Neu Delhi

Auch Indiens Hauptstadt Neu Delhi hat in den vergangenen Tagen ähnliche Spitzenwerte wie Peking erreicht. Am Dienstag wurde an mehreren Stellen in Delhi erneut gefährlicher Smog gemessen. Doch anders als in China haben die indischen Behörden weder Ausgangsverbote erlassen noch Alarmstufen ausgerufen. Das Leben in der 16-Millionen-Metropole ging seinen gewohnten Gang, kaum jemand trug Atemmasken.

dpa

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