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Wissen Mehrheit der Deutschen glaubt an Klimawandel
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18:26 18.06.2013
Wenn sich die Erde erwärmt: Ein Großteil der Deutschen glaubt an den Klimawandel. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hamburg

Sieben Prozent der Menschen in Deutschland glauben nicht, dass es derzeit einen Klimawandel gibt. Das berichtet ein Team um Prof. Anita Engels vom KlimaCampus der Universität Hamburg im Fachjournal „Global Environmental Change“ (Online). Die Mehrzahl der Befragten sei dagegen überzeugt, dass er ein ernstes Problem sei. Für die repräsentative Umfrage führte das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid 3000 Telefoninterviews. Die Teilnehmer sollten unter anderem sagen, wie weit sie der Aussage „Es gibt gegenwärtig einen Klimawandel“ zustimmen - und zwar auf einer Skala von 1 („Ich stimme voll und ganz zu“) bis 5 („Stimme überhaupt nicht zu“). Dabei stimmten zwei Prozent der Befragten für Stufe 5, fünf Prozent entschieden sich für die Stufe 4.
Viele dieser Skeptiker hätten ein generell geringes Interesse an Umweltschutz, erklärten die Forscher. Ihre Einstellung sei aber weitgehend unabhängig von sozialen Faktoren wie Alter oder Bildung.
„Während andere Studien einen wachsenden Anteil von Klimaskeptikern in den USA und anderen angelsächsischen Ländern beschreiben, zeigt die vorliegende Arbeit, dass dieses Problem in Deutschland nicht verbreitet ist“, heißt es in der Mitteilung. Die Zahl der „Totalleugner“ etwa liege in der Bundesrepublik bei zwei, in den USA dagegen bei zwölf Prozent. Im Gegensatz zu den USA - dort kämen die Zweifler überwiegend aus der weißen Mittelschicht und seien gut organisiert - gebe es in Deutschland keinen typischen Skeptiker.
„Er oder sie hat kein klares politisches Profil, erhebt öffentlich kaum die Stimme, ist kaum vernetzt und in allen Bildungsschichten zu finden“, berichteten die Wissenschaftler. „Der einzige Unterschied findet sich in den kulturellen Einstellungen: Die Klimaskeptiker interessieren sich signifikant weniger für Umweltschutz.“

dpa/sag

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