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12:26 23.06.2013
In Berlin erkrankten seit Januar schon mehr als 340 Menschen an Masern, auch in Bayern und Sachsen gab es größere Ausbrüche. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

„Wir haben kein dramatisches Ausbruchgeschehen in diesem Jahr“, sagte der Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA), Matthias Pulz, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Im vergangenen Jahr waren bis zum 20. Juni sieben Masern-Patienten gezählt worden, 2011 waren es 55 Fälle. In Berlin erkrankten seit Januar schon über 340 Menschen an Masern, auch in Bayern und Sachsen gab es größere Ausbrüche.

Gefährdet sind Pulz zufolge vor allem Jugendliche und Erwachsene. „Bis zum Schuleintrittsalter haben wir in Niedersachsen eine sehr gute Durchimpfung von deutlich über 90 Prozent“, sagte der NLGA-Präsident. In früheren Jahren habe das wesentlich schlechter ausgesehen. Pulz rät dazu, den eigenen Impfpass zu kontrollieren und sich gegebenenfalls nachimpfen zu lassen. „Das wird bis zu einem gewissen Alter von der Kasse übernommen.“ Nur Senioren müssen sich auf eigene Kosten impfen lassen.

Die durch Tröpfcheninfektion übertragene Krankheit kann mit gefährlichen Komplikationen verbunden sein. Das Immunsystem wird geschwächt, mögliche Folgen sind bakterielle Infektionen und sogar eine Gehirnentzündung. Durch die Impfung sind die Masern in Deutschland deutlich zurückgegangen. In Einzelfällen kann eine Ansteckung aber weiterhin zu Behinderung oder Tod führen. Anfang Juni starb ein 14-jähriger Junge im nordrhein-westfälischen Lage an den Spätfolgen einer Masern-Infektion. 

dpa

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