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21:09 30.06.2009
Auch in Deutschland stecken sich mehr und mehr Menschen mit dem Schweinegrippe-Virus an. Um sich vor einer Infektion zu schützen, raten Experten zu ganz allgemeinen Hygieneregeln. Quelle: Joern Pollex/ddp

Grippe wird vor allem durch Tröpfcheninfektion, also über eine Inhalation des Virus übertragen. Da die Erreger von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können, ist gründliches Händewaschen besonders wichtig.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt, die Hände in jedem Fall vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen und nach der Toilettenbenutzung zu waschen. Die Hände unter fließendes Wasser halten, anschließend Seife 20 bis 30 Sekunden auch zwischen den Fingern verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen. In öffentlichen Einrichtungen sollten die Hände möglichst mit einem Papiertuch getrocknet werden. Regelmäßiges Händewaschen ist gerade bei vielen Kontakten zu anderen Menschen, etwa in Schulen, ratsam. Die Grippe kann sich unter Kindern und Jugendlichen besonders rasch ausbreiten.

Husten: Wer husten muss, tut das besser nicht in die Hand, sondern in den Pullover oder Jackenärmel. Dann bleiben die Hände sauber. Denn der Rat „Hand vor den Mund“ ist zwar gut gemeint, aber ungesund für die Mitmenschen. Schließlich werden beim Husten unzählige Viren aus dem Körper katapultiert, die dann an den Händen kleben bleiben und beim Berühren von Gegenständen und anderen Menschen weiterverbreitet werden. Beim Husten sollte jeder auf größtmöglichen Abstand zu anderen gehen.

Lüften: Im Büro oder zu Hause sollte regelmäßig gelüftet werden. In geschlossenen Räumen kann die Anzahl der Viren in der Luft stark steigen. Regelmäßiges Lüften wirkt dem entgegen und senkt so das Ansteckungsrisiko. Außerdem verbessert sich dadurch das Raumklima, was ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute verhindert, die zur Abwehr von Viren wiederum sehr wichtig sind.

Mund-Nasen-Schutz: Ein Mund-Nasen-Schutz kann bei Kontakt mit Kranken oder medizinischem Personal einen gewissen Schutz bieten. Er wird aber von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Allgemeinbevölkerung nicht generell empfohlen.

afp

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