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Wissen Gestärkt in den Tag – so frühstücken Sie richtig!
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11:00 07.08.2017
Professor Ingo Froböse ist Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln und gibt an dieser Stelle regelmäßig Tipps. Quelle: Monika Sandel
Hannover

Die alte Binsenweisheit „Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler“ kommt nicht von ungefähr.

Ein gesundes und ausgewogenes Frühstück macht uns leistungsfähiger, aufmerksamer und fitter, daher sollten Sie meiner Meinung nach nicht darauf verzichten.

Nachts, während Sie sich erholen und schlafen, läuft ihr Stoffwechsel auf Hochtouren. Regenerationsprozesse sorgen dafür, dass sich Ihr Körper von einem anstrengenden Tag erholt, Zellen werden erneuert, Viren und Bakterien werden bekämpft.

Während Sie also tief und fest schlafen, ist Ihr Organismus besonders aktiv. Daher benötigen Gehirn, Muskeln und Organe gerade in den frühen Morgenstunden ausreichend Energie, um richtig funktionieren zu können. Mit einem reichhaltigen Frühstück legen Sie somit die ideale Grundlage für einen gut funktionierenden Organismus und einen optimalen Stoffwechsel-Rhythmus.

Kein Frühstück, kein Treibstoff

Ein weggelassenes Frühstück hingegen führt dazu, dass der Stoffwechsel den Grundumsatz runterfährt, denn schließlich bleibt dem Körper ohne genügend Treibstoff gar nichts anderes übrig als auf Sparflamme herunter zu fahren.

Eine Mahlzeit am Morgen hingegen sorgt für eine kontrollierte Energiezufuhr auf die Ihr Körper angewiesen ist. Verwehren Sie ihm diese Energie, kann dies zu Heißhungerattacken führen oder auch zu vermehrter Lust auf ungesunde Snacks, noch bevor es Zeit für ein Mittagessen ist.

Auch das Trinken darf während des Frühstücks auf keinen Fall zu kurz kommen, denn nachts kommt es zu einem Flüssigkeitsverlust von 1-1,5 Litern. Demnach sollten die Flüssigkeitsspeicher möglichst schnell wieder aufgefüllt werden. Zwei Espresso reichen am Morgen nicht, um diesen Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Was gehört auf den Teller?

Mein Tipp: Trinken Sie direkt nach dem Aufstehen ein lauwarmes Glas Wasser zum Auffüllen der Speicher und zur Reinigung des Körpers – das aktiviert auch den Stoffwechsel.

Auf ein Frühstück sollte also nicht verzichtet werden. Aber was gehört morgens eigentlich auf den Teller?

Mit dem Frühstück verhält es sich wie mit allen anderen Mahlzeiten am Tag auch: Es muss aus einem sinnvollen Mix aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen bestehen. Optimal sind 60 Prozent Kohlenhydrate, 25-30 Prozent Fette und 10-15 Prozent Eiweiße. Hier meine Top 3 Tipps wie Sie die Makrostoffe am besten in Ihr Frühstück integrieren können.

Meine Empfehlungen

1. Kohlenhydrate für das Gehirn! Eine Portion Müsli mit frischem Obst versorgt unser Gehirn und die Muskeln am Morgen mit der nötigen Energie. Die darin enthaltenen Kohlenhydrate versorgen Sie langfristig mit Energie und reduzieren die Ausschüttung von Adrenalin, sodass Sie entspannt in den Tag starten können. Auch ein Vollkornbrot mit Honig oder Marmelade liefert wichtige Ballaststoffe, die Sie sättigen und die Darmtätigkeit regulieren und ist ein ideales Frühstück, um Heißhungerattacken vorzubeugen.

2. Fette nicht vergessen! Denn Fette stimulieren die beiden wichtigsten Stoffwechselaktivitäten des Körpers, den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Streichen Sie etwas Butter auf das Vollkornbrot oder snacken Sie einige Nüsse zum Frühstück – das kurbelt die Fettverarbeitung für den gesamten Tag an.

3. Eiweiß auf den Tisch! Eiweiß ist ein wichtiger Treibstofflieferant für das Gehirn und die Muskulatur und unterstützt wichtige Regenerationsprozesse des Körpers. Eier, Frischkäse, Quark, Milch oder Sojamilch enthalten wertvolle Proteine und sollten auf Ihrem Frühstücks-Speiseplan nicht fehlen.

Von Ingo Froböse/RND

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