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20:37 26.12.2016
Anmutig und wunderschön: Geparden gehören zu den edelsten Tieren dieser Welt. Quelle: dpa
London

Geparden sind vermutlich wesentlich stärker vom Aussterben bedroht als bislang angenommen. Nur noch knapp 7.100 der Tiere lebten auf gerade einmal neun Prozent der ursprünglichen Verbreitungsfläche, berichten Forscher im Fachblatt „Proceedings“ der US-nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS). Sie plädieren dafür, den Gefährdungsstatus von Geparden auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) von „gefährdet“ auf „stark gefährdet“ hochzusetzen.

Der Großteil der Raubkatzen ist in Afrika heimisch: Noch etwa 7000 Geparden (Acinonyx jubatus) streifen der Analyse zufolge vor allem südlich der Sahara durch Savannen und Steppen. In Asien – genauer im Iran – seien es weniger als 50 Tiere der Unterart Acinonyx jubatus venaticus.

Goldgelbes Fell mit schwarzen Flecken

Typisch für Geparden ist das goldgelbe Fell mit schwarzer Fleckzeichnung sowie der schmale, hochbeinige Körperbau, der an Windhunde erinnert. Obwohl die Tiere eine Kopf-Rumpf-Länge von 150 Zentimetern plus 70 Zentimeter Schwanz erreichen können und ihre Schulterhöhe 80 Zentimeter betragen kann, bringen es die Raubtiere nur auf ein Gewicht von etwa 60 Kilogramm.

Zeit für ein Päuschen: Dieser Gepard ruht sich in Südafrika aus. Quelle: dpa

Der für Katzen einzigartige Körperbau ermöglicht Geparden, bei der Jagd eine Geschwindigkeit von etwa 90 Kilometern pro Stunde zu erreichen, was sie zu den schnellsten Landtieren der Welt macht. Ihre Lebensräume in Afrika sind weitreichend, zerstreut – und in vielen Fällen nicht besonders geschützt: Nur 23 Prozent der Lebensräume befinden sich in Schutzgebieten, wie die Wissenschaftler um Sarah Durant von der Zoologischen Gesellschaft von London berichten.

Schutzzonen seien nur unzureichend

Alles im Blick: Von einem Hügel in der Savanne Kenias verfolgen diese beiden Geparden das Geschehen. Quelle: dpa

Die besonders überwachten Schutzzonen seien unzureichend, um die derzeit 33 Populationen vor dem Aussterben zu bewahren, betonen die Forscher. Zudem werde bisher nur aus den Beständen der Schutzzonen auf die künftige Entwicklung der weltweiten Geparden-Gruppen geschlossen – die Prognosen seien in der Folge viel zu optimistisch. Die außerhalb der Schutzgebiete lebenden Tiere seien wesentlich stärker bedroht – infolge von Konflikten mit dem Menschen, Beuteknappheit durch Überjagung, Zerstückelung und Wegfall der Lebensräume sowie illegalem Handel mit den Tieren.

Von RND/dpa

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