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Wissen "Philae" gibt Experten Rätsel auf
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15:13 10.07.2015
Eine Illustration des Landerobotesr "Philae" auf dem Kometen "Tschuri". "Philae" war im November nach zehnjähriger Reise auf dem Kometen gelandet - allerdings ungeplant im Schatten. Quelle: dpa
Braunschweig

Der kleine Landeroboter "Philae" auf dem Kometen "Tschuri" hat sich wieder gemeldet. Sein Verhalten gibt den Experten auf der Erde jedoch Rätsel auf. "Philae" habe am Donnerstag wieder Daten von dem fernen Kometen geschickt, aber: "Wir haben noch keine genaue Erklärung, warum er sich jetzt gemeldet hat und in den vergangenen Tagen nicht", sagte der Ingenieur vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Koen Geurts, am Freitag.

"Philaes Lebenszeichen beweist uns, dass die Kommunikationseinheit am Lander weiterhin funktioniert und unsere Kommandos empfängt", erklärte Geurts. Dabei hatte bei den Wissenschaftlern in den vergangenen Tagen eher durchwachsene Stimmung geherrscht: Seit dem 24. Juni 2015 hatte sich "Philae" nicht mehr bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des DLR gemeldet. Auch auf ein erstes Test-Kommando, sein wissenschaftliches Instrument "Consert" einzuschalten, reagierte der Landeroboter der "Rosetta"-Raumsonde am vergangenen Sonntag nicht.

Die Flugbahn der Muttersonde "Rosetta" sei im Vergleich zu den vergangenen drei Wochen nicht verändert worden. Es sei aber sicher, dass "Philae" die rauen Bedingungen auf dem Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" bisher überstanden habe und auch auf DLR-Kommandos reagiere. "Das sind extrem gute Nachrichten für uns", sagte Geurts.

Der letzte Kontakt sei am Donnerstagabend zustande gekommen und habe mit mehreren Unterbrechungen zwölf Minuten lang stabil gehalten. "Philae" war im November nach zehnjähriger Reise auf dem Kometen gelandet - allerdings ungeplant im Schatten. Die Freude war groß als er sich am 13. Juni nach sieben Monaten Winterschlaf das erste Mal wieder meldete.

dpa

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