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Wissen Alle zwei Minuten stirbt ein Kleinkind an Malaria
Mehr Welt Wissen Alle zwei Minuten stirbt ein Kleinkind an Malaria
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10:09 14.12.2016
Ein Arzt an der Elfenbeinküste kümmert sich um ein an Malaria erkranktes Kind. Quelle: afp
London

Etwa alle zwei Minuten stirbt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Kind unter fünf Jahren an Malaria. Weltweit kamen im vergangenen Jahr insgesamt etwa 429.000 Menschen durch die Krankheit ums Leben. Zugleich meldet die WHO in einem in London vorgestellten Report viele Erfolge: So fiel die Zahl der Neuerkrankungen von 2010 bis 2015 um 21 Prozent.

Wie steckt man sich mit Malaria an?

Malaria wird durch weibliche Anopheles-Mücken in tropischen und subtropischen Ländern übertragen. Die Plagegeister stechen vor allem nachts, um an ihre Blutmahlzeit zu kommen. Die Erreger – sogenannte Plasmodien – gelangen so in die Blutbahn und vermehren sich in der Leber. Ansteckungen von Mensch zu Mensch sind nicht möglich. Die heimtückische Krankheit kommt vor allem in Afrika, aber auch in Asien und in Lateinamerika vor.

Wieso sterben immer noch so viele Menschen an Malaria?

Gefährliche Überträger: Malaria wird von Mosquitos übertragen. Quelle: AFP

Es existieren verschiedene Malaria-Formen. Die Malaria tropica gilt als die gefährlichste. Typische Kennzeichen sind Abgeschlagenheit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Sie kann auch zu Nierenversagen, Milz- und Lungenschäden, neurologischen Störungen bis hin zum Koma führen. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann man binnen Tagen daran sterben. Die Opfer sind daher oft arme Menschen in abgelegenen Regionen Afrikas. Der Schlüssel zum Erfolg im Kampf gegen die Krankheit liegt also auch im Geld. Der Direktor des WHO-Malaria-Programms, Pedro Alonso, klagte über zu wenig finanzielle Hilfe durch die Staatengemeinschaft.

Wie kann man sich vor Malaria schützen?

Dieses Netz rettet Leben: Mit Mosquito-Netzen schützen sich die Menschen gegen die noch immer tödlichen Stiche. Quelle: afp

Es gibt Medikamente, die allerdings keinen hundertprozentigen Schutz vor Malaria bieten. Eine flächendeckende Impfung gibt es bislang nicht. Die beste Prävention ist daher der Schutz vor Mückenstichen.

Kommt Malaria auch in unseren Breiten vor?

Mit Malaria konnte man sich früher in vielen europäischen Ländern anstecken, bis Anfang des vergangenen Jahrhunderts auch in Deutschland. Inzwischen gibt es hierzulande nur noch eingeschleppte Fälle. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden im Jahr 2015 insgesamt 1.068 Erkrankungen gemeldet – so viele wie nie zuvor. Die meisten Infizierten hatten sich in Afrika angesteckt. Experten vermuten, dass Flüchtlinge aus Afrika zu dem Höchststand beigetragen haben könnten.

Von RND/dpa

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