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Wissen Rauchen am Morgen erhöht Krebsrisiko
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19:04 23.07.2010
Zigarettenrauch am frühen Morgen steigert das Krebsrisiko. Quelle: dpa

Raucher, die sich die erste Zigarette am Tag direkt nach dem Aufwachen anstecken, haben ein besonders hohes Risiko für Lungenkrebs. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne unter Berufung auf eine US-Studie hin.

"Zu welchem Zeitpunkt nach dem Aufstehen die erste Zigarette geraucht wird, gibt Auskunft über das Ausmaß der Nikotinabhängigkeit des betreffenden Rauchers", erklärt Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP. Die US-Forscher hätten nun nachgewiesen, dass sich dies auch physiologisch auswirke.

Je früher Raucher zur Zigarette griffen, umso höher sei der Gehalt des Nikotinabbauprodukts Cotinin in Blut und Urin, sagt Köhler. "Erhöhte Cotinin-Spiegel durch das Rauchen deuten freilich nicht nur auf ein größeres Risiko für Lungenkrebs hin, sondern - wie wir aus anderen Studien längst wissen - auch auf weitere Krebsarten insbesondere im Mund-, Kehlkopf- und Kopfbereich."

Warum Raucher, die innerhalb der ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen bereits rauchen müssen, höhere Cotinin-Spiegel aufweisen, ist noch nicht ganz klar. "Theoretisch müsste ein süchtigeres Rauchverhalten auch einen höheren Tabakkonsum verursachen, was aber nicht durchgehend der Fall zu sein scheint: Denn wer früher zur Zigarette greift, raucht nicht unbedingt auch mehr Zigaretten am Tag", erläutert Köhler. Es sei aber möglich, dass der besonders frühe Griff zur Zigarette die Verstoffwechselung des aufgenommenen Nikotins beeinflusse, so dass sich bei diesen Rauchern tendenziell mehr Cotinin anreichere.

ap

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