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Wissen Karneval: Was Eltern beachten sollten
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11:05 27.02.2019
Wenn Tiger, Löwen und Prinzessinnen zusammen feiern: Fasching ist auch bei Kindern beliebt. Quelle: Pixabay
Hannover

Karneval, Fastnacht oder auch Fasching: Das Fest hat viele Namen und ist längst über den ursprünglichen, christlichen Rahmen hinausgewachsen. In ganz Deutschland gibt es inzwischen große Umzüge, es wird Musik gespielt und ausgiebig gefeiert. Eltern sollten aber einiges beachten, damit das Faschingsfest auch eine ausgelassene Feier wird.

Gefährlicher Brauch: Faschingszoll

Auf die Straße gelegte Latten oder ein gespanntes Seil - mit solchen Mitteln versuchen Kinder mancherorts zu Fasching einen kleinen Wegezoll zu fordern. Dieses Phänomen sei seit einigen Jahren zu beobachten, teilt der Automobilclub von Deutschland (AvD) mit.

Manchmal stellen sich die Kinder auch bei roter Ampel vor die Autos und hindern sie dann an der Weiterfahrt. „Das ist hochgefährlich“, warnt Herbert Engelmohr vom AvD.

Es ist immer damit zu rechnen, dass Autofahrer weiterfahren. Erwachsene sollten Kinder darauf hinweisen, sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. „Autofahrer sollten sich in solchen Situation ruhig und besonnen verhalten“, rät Engelmohr. Das bedeutet: Mit den Kindern Kontakt aufnehmen und vor einer Weiterfahrt sicherstellen, dass sich niemand vor oder dicht am Fahrzeug befindet.

Karneval für die Kleinsten

Gerade kurz vor der fünften Jahreszeit füllen sich die Geschäfte mit Karnevalskostümen jeder Art. Beim Kauf einer Verkleidung sollten Eltern auf Details achten. Dazu rät der Tüv Rheinland – denn an der Verkleidung könnten verschluckbare Teile wie Knöpfe, Pailletten und Perlen angebracht sein. Das Gleiche gelte für lange Schnüre, Fransen und Kordeln, die im Kopf-, Hals-, und Brustbereich herabhängen. Auch am übrigen Kostüm sollten nur kurze Kordeln ohne dreidimensionale Verzierungen wie Kordelstopper abstehen. Damit könnten Kinder in den Spalten von Spielplatzgeräten oder in Türen von Fahrzeugen hängenbleiben und sich verletzten.

Eltern sollten sich auch vergewissern, dass Diademe, Säbel oder Sheriff-Sterne keine scharfen Ecken und Kanten besitzen. Holzprodukte dürften keine Splitter aufweisen.

Schminke für Narren: Qualität ist keine Preisfrage

Karnevalsschminke setzt sich dick auf die Hautporen. Vor allem Menschen mit sensibler Haut und Kinder bekommen dadurch leicht Probleme. Eltern sollten daher vor allem bei bereits bekannten Allergien die Liste der Inhaltsstoffe genau prüfen, rät Greta Dau, Lebensmittelchemikerin vom Tüv Rheinland.

Außerdem sollten sie sich nicht auf Aussagen der Hersteller wie „dermatologisch getestet“ verlassen. Damit sei die Hautverträglichkeit nicht zwangsläufig gewährleistet. Ebenso wenig sei der Preis ein Zeichen für Qualität.

Karnevalsschminke: Inhaltsstoffe studieren

Die Liste der Inhaltsstoffe befindet sich in der Regel auf der Verpackung. Ist die zu klein für die Angaben muss der Händler die Informationen am Verkaufsregal bereitstellen.

Oft wird Laien beim ersten Blick auf die Liste nicht verständlich, was genau in den Produkten steckt, denn es handelt sich um chemische Bezeichnungen. Nachschlagen lassen sich diese in der sogenannten INCI-Liste (International Nomenclature Cosmetic Ingredients).

Außerdem ist es wichtig, die Haut gut auf den Tag unter der Schminke vorzubereiten. Expertin Dau empfiehlt, die Haut zunächst gründlich zu reinigen und als Grundierung eine fettige Creme aufzutragen.

Zum Entfernen reicht Wasser, wenn die Schminke wasserbasiert ist - ob das der Fall ist, steht auf der Verpackung. Für fettbasierte Produkte benötigt man Reinigungsöl.

Sind Sie noch auf der Suche nach der perfekten Faschingsschminke für Kinder? Informationen zum Themen finden Sie hier.

Faschingsmuffel: Finden Sie das geeignete Kostüm!

Die meisten Kinder freuen sich, wenn in der Kita Fasching oder Karneval gefeiert wird. Es gibt allerdings auch Ausnahmen: Da denken Eltern sich ein tolles Kostüm aus oder schneidern es sogar selbst - und dann mag das Kind es nicht. Es will sich nicht verkleiden oder schminken.

„Manche Kinder lieben Schminke und das Spiel mit Identitäten, andere finden das schnell beunruhigend“, sagt Isabelle Dulleck von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Die Pädagogin rät Eltern dazu, das Kind zu fragen, ob es seine Ablehnung begründen kann. „Eltern könnten dem Kind aber auch das Angebot machen, ein unaufwendiges Kostüm auszusuchen.“ Das geht beispielsweise, indem sich das Kind schwarze Kleidung anzieht und als Einbrecher bei der Faschingsfeier mitmacht.

Wenn sich der Nachwuchs aber partout nicht verkleiden möchte, sollten Eltern das nach Ansicht der Erziehungsexpertin respektieren und im Idealfall kurz mit dem Betreuungspersonal in der Kita besprechen.

Von RND/dpa

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