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18:24 11.12.2015
Am vergangenen Wochenende sind in der Ostsee zwei Mondfische entdeckt worden. Quelle: Annemarie Schütz
Braunschweig

Am vergangenen Wochenende seien zwei tote Mondfische entdeckt worden, teilte das Thünen-Institut in Braunschweig mit. Ein Fischer zog ein Tier aus der Mecklenburger Bucht, ein weiteres Exemplar lag am Rostocker Strand.

Die Exoten sind dem Institut zufolge durch einen Salzwasser-Einstrom aus dem Kattegat in die westliche Ostsee gespült worden. Der Mondfisch (Mola mola), der einen seitlich zusammengedrückten Körper hat, sieht aus wie ein schwimmender Kopf. Den Angaben zufolge kann salz- und sauerstoffreiches Frischwasser nur bei sehr speziellen Wetterlagen von der Nordsee in die sonst abgeschottete Ostsee strömen.

Exotische Tiere melden

Die Mondfische, die träge Schwimmer sind, wurden vermutlich im November in die Ostsee gespült, wie Uwe Krumme vom Thünen-Institut sagte. "Hier können die Tiere kurze Zeit überleben, aber dann setzen ihnen Nahrungsmangel, verringerter Salzgehalt und die niedrigen Temperaturen zu."

Die gefundenen Fische sind Jungtiere, ausgewachsene Exemplare bringen es auf einen Durchmesser von drei Metern und können mehr als eine Tonne wiegen. Der Salzwasser-Einstrom brachte laut Thünen-Institut auch andere Exoten in die Ostsee, darunter einen Schwertfisch. Fischer und Strandbesucher sollen nun die Augen offen halten und Tiere, die eigentlich nicht in der Ostsee vorkommen, melden.

dpa

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