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Wissen Entdeckung könnte Impfstoff gegen Aids ermöglichen
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11:51 09.07.2010
Gib Aids keine Chance - Kondome schützen! So lautet der Slogan. Gegen Aids kann man sich möglicherweise bald impfen lassen. Quelle: dpa

Durchbruch im Kampf gegen Aids? Zwei neu entdeckte menschliche Antikörper schützen vor einer Infektion mit HI-Viren. Die beiden Stoffe wappneten Zellen in Laborversuchen gegen mehr als 90 Prozent der weltweit vorkommenden Erregerstämme. Damit bieten sie eine gute Voraussetzung zur Entwicklung eines Impfstoffs.

Nach einer solchen Vakzine streben Fortscher schon seit Jahrzehnten. Alle Bemühungen scheiterten bislang an der enormen Wandlungsfähigkeit des HI-Virus, der die meisten seiner Oberflächenproteine stetig verändert. Nun entdeckten Mitarbeiter des amerikanischen Impfforschungszentrums (VCR) im Blut eines HIV-Infizierten zwei Antikörper, die sie VCR01 und VCR02 tauften. Beide Stoffe lagern sich an das HIV-Oberflächenprotein CD4 an, mit dem der Erreger gewöhnlich an menschliche Immunzellen bindet. Indem die Antikörper an CD4 binden, verhindern sie, dass der Erreger an Zellen andockt und sie infiziert.

Die Antikörper binden an einen praktisch unveränderlichen Teil des Virus“, sagt Studienleiter John Mascola. „Das erklärt, warum sie ein so außergewöhnliches Spektrum der weltweit existierenden HIV-Stämme neutralisieren können.“ Die Forscher wollen daraus einen Impfstoff entwickeln, wie sie im Magazin „Science“ schreiben. Der soll das Immunsystem dazu stimulieren, die Antikörper selbst zu bilden.

apd

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