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18:11 20.12.2018
Harte Arbeit, die belohnt werden sollte: DHL-Boten dürfen Sachgeschenke bis zu einem Wert von 25 Euro annehmen. Quelle: Malte Christians/dpa
Hannover

Dienstleister bekommen von ihren Unternehmen genaue Vorschriften, was sie annehmen dürfen. DHL-Boten etwa dürfen „geringwertige Sachgeschenke bis zu einem Wert von 25 Euro“ entgegennehmen. Hermes erlaubt seinen Zustellern, Geschenke in Form von Geld oder Sachwerten bis maximal zehn Euro anzunehmen.

Geld- oder Sachgeschenk?

Einsatzkräfte von Müllabfuhr, Straßenreinigung und Recyclinghöfen dürfen in der Regel als Dankeschön bis zu fünf Euro Trinkgeld annehmen, Sachgeschenke müssen unter 10 Euro liegen. Alles andere könnte nach Bestechung aussehen. Dagegen wollen sich nicht nur städtische Einrichtungen wehren, sondern auch private Firmen, die dazu eigene Bestimmungen haben. Allgemeingültige Regeln gibt es nicht.

Keine Zuwendungen für Amtsträger

Anders ist es bei Amtsträgern und Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung. Sie dürfen laut Strafgesetzbuch keinerlei Zuwendungen annehmen. Um nicht in den Verdacht der Vorteilsnahme zu geraten, dürfen auch Lehrer zumindest keine Geschenke von hohem materiellem Wert annehmen. Obergrenzen regeln die einzelnen Bundesländer. Der Wert liegt zwischen fünf (Bayern) und 25 Euro (Nordrhein-Westfalen).

Wer sich unsicher ist, was und wie viel er wem geben darf, fragt am besten vorher nach, wie er sich für die jeweilige Dienstleistung erkenntlich zeigen kann.

Wichtig: angemessen schenken

Bei Zeitungszustellern, Reinigungskräften oder Praxis- und Krankenhauspersonal kommen Aufmerksamkeiten in der Regel gut an, wenn sie ausdrücken, dass man mit der Arbeit zufrieden war. Dabei sollte nach Ansicht von Psychologen und Wirtschaftsethikern darauf geachtet werden, dass das Präsent oder auch die Geldsumme angemessen und passend ist. Eine Pralinenschachtel oder ein Paket mit besonderem Kaffee erfreut Zeitungszusteller, die von Haus zu Haus gehen und dabei keinen zusätzlichen Ballast gebrauchen können, sicher weniger als die Helferin beim Hausarzt. Für den Zusteller oder auch den Postboten eignen sich eher Geldumschläge mit einer netten Karte. Die Reinigungskraft oder der Babysitter sind mit einem individuelleren Sachgeschenk vielleicht glücklicher.

Weder knauserig noch großkotzig

Wie viel man als Schenkender ausgeben will, ist natürlich individuell. Doch sollte die Geste nicht zu knauserig, aber auch nicht zu großkotzig wirken. Beides hat etwas Herablassendes.

Von RND

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