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Wirtschaft Toshiba kämpft ums Überleben
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11:47 11.04.2017
Satoshi Tsunakawa, Toshiba-Chef: Im ersten Quartal 2017 hat Toshiba einen Verlust von umgerechnet 4,7 Milliarden Euro eingefahren.  Quelle: imago/AFLO
Tokio

 Der angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba kämpft ums Überleben. Nach mehrmaliger Verschiebung seiner Bilanzzahlen wegen massiver Probleme der inzwischen insolventen US-Atomsparte legte der Konzern am Dienstag tiefrote Zahlen vor. Demnach fiel in den ersten neun Monaten des am 31. März beendeten Geschäftsjahres ein massiver Verlust in Höhe von 552,4 Milliarden Yen (4,7 Milliarden Euro) an.

Die Zahlen wurden ohne vorherige Absegnung durch die Wirtschaftsprüfer veröffentlicht. Am selben Tag lief die von der Finanzaufsicht eingeräumte letzte Frist zur Vorlage der Bilanz ab. Dem Unternehmen drohte die Streichung vom Börsenzettel.

Geschäft mit Speicherchips vor dem Verkauf

Toshiba hatte nach einem Bilanzskandal und der folgenden Radikalsanierung hohe Verluste eingefahren. Hinzu kamen massive Probleme im US-Atomkraftwerksgeschäft, weswegen Toshiba dringend Geld braucht. Kürzlich wurde bekanntgegeben, dass die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt wurde. Nun soll auch das Geschäft mit Speicherchips abgespalten werden.

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hat Foxconn das höchste Gebot abgegeben. Demnach bietet der taiwanesische Elektronikhersteller bis zu drei Billionen Yen für die Toshiba-Sparte - und würde damit Gebote anderer Interessenten, darunter ein von der japanischen Regierung unterstützter Investmentfonds, deutlich übertreffen.

Von dpa/RND/zys