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Wirtschaft Thyssenkrupp über Monate von Hackern attackiert
Mehr Welt Wirtschaft Thyssenkrupp über Monate von Hackern attackiert
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12:28 08.12.2016
Mehrere Thyssenkrupp-Standorte in Europa, Indien, Argentinien und den USA waren von dem groß angelegten Hacker-Angriff betroffen. Quelle: dpa
Essen

Der Industriekonzern Thyssenkrupp ist Ziel einer großangelegten Hacker-Attacke geworden. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „Wirtschaftswoche“. Demnach war es einer straff organisierten Cyberbande bereits Frühjahr gelungen, in die IT-Systeme des Unternehmens einzudringen.

Die Attacken seien nach einer „sechsmonatigen Abwehrschlacht“ inzwischen erfolgreich abgewehrt, teilte das Unternehmen mit. Mit „einigen Datensätzen“ sei es den Hackern allerdings gelungen, Informationen aus dem Konzern abzugreifen.

IT-Abwehr vermutet China als Ursprungsland

In der Thyssenkrupp-Sparte Industrial Solutions waren nach Firmenangaben mehrere Standorte in Europa, Indien, Argentinien und den USA betroffen. In der Stahl-Sparte griffen die Hacker das Walzwerk Hohenlimburg in Hagen an. Ob auch Thyssen Krupp Marine System (TKMS) in Kiel von dem Hacker-Angriff betroffen ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage der „Kieler Nachrichten“ mit.

Forensische Analysen hätten ergeben, dass die Täter aller Voraussicht nach „mit staatlicher Hilfe und den besten Angriffstechniken hochgerüstet“ gewesen seien, wie die Zeitschrift in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Aus den Zeiten der Angriffe schloss die firmeninterne IT-Abwehr, dass die Angreifer ihren Ursprung in China oder einem anderen Land in Südostasien haben.

Die Cyber-Hacker hatten sich demnach nahezu perfekt getarnt und verschafften sich in den IT-Systemen Hintertüren, um darüber später auf wertvolle Informationen zugreifen zu können. Dem 18-köpfigen Sicherheits-Team des Konzerns gelang es dennoch, den Angriff aufzuspüren. „Wir fanden eine winzige Stecknadel im Heuhaufen“, sagte der Leiter des Teams der „Wirtschaftswoche“. „Und das auch nur deshalb, weil wir gezielt danach suchen und Anomalien konsequent nachgehen.“

Von dpa/RND/zys/KN