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Kein Recht auf unbezahlten Urlaub

Arbeit Kein Recht auf unbezahlten Urlaub

Die Tagesmutter ist krank, im Keller steht das Wasser – zur Arbeit zu gehen ist kaum möglich, der reguläre Urlaub ist aber längst verbraucht oder verplant. Habe ich jetzt ein Recht auf ­unbezahlten Urlaub?

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Auch wenn seine Gebäude unter Wasser stehen, hat ein Arbeitnehmer kein Recht auf unbezahlten Urlaub.

Quelle: Thorsten Richter

Köln. Nein, sagt Nathalie Oberthür,­ Fachanwältin für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. „Man kann das vereinbaren – einen grundsätzlichen Anspruch darauf gibt es aber nicht.“

Allerdings kennt das Gesetz die Möglichkeit, aus persönlichen Gründen, wie einem Trauerfall, Sonderurlaub zu nehmen – also „für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“, wie es im Bundesgesetzbuch heißt, nicht zur Arbeit zu kommen. Dabei handelt es sich nicht um ­unbezahlten Urlaub, Lohn gibt es weiter. Wie lang der Sonderurlaub sein darf, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und zum Beispiel in Tarifverträgen oder einer Betriebsvereinbarung geregelt. „Meistens sind das ein oder zwei Tage, bei einem kranken Kind zum Beispiel fünf.“

Jeder unbezahlte Urlaub, der darüber hinaus geht, ist Verhandlungssache – auch ein längeres Sabbatical fällt zum Beispiel darunter. Arbeitnehmer seien also auf ein Entgegenkommen des Chefs angewiesen. Bewege der sich nicht, sollten sie aber nicht zu Hause bleiben. „Das ist Arbeitsverweigerung“, sagt Oberthür. „Das hat arbeitsrechtliche Konsequenzen, bis hin zur Kündigung.“ (dpa/tmn)

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