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Anstieg der Inflation schwächt sich ab

Verbraucherpreise Anstieg der Inflation schwächt sich ab

Die Furcht vor steigenden Preisen und Zinsen darf in Deutschland vorerst abklingen. Die Inflation hierzulande ist nämlich zu Jahresbeginn leicht gesunken. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Der unterdurchschnittliche Anstieg der Energiepreise dämpfte die Teuerungsrate maßgeblich.

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ARCHIV - ILLUSTRATION - 13.02.2012, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Kunde steht vor einem Supermarktregal. (zu dpa-Berichterstattung über die Bekanntgabe der Inflationsrate für Januar 2018 vom 14.02.2018) Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Quelle: dpa

Wiesbaden. Die Inflation in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn erneut leicht abgeschwächt. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Im Dezember hatte die Jahresteuerungsrate noch 1,7 Prozent und im November 1,8 Prozent betragen.

Was ist Inflation?

Die Inflation bezeichnet die durchschnittliche Preissteigerung für Waren und Dienstleistungen. Wenn man also für einen Euro weniger Güter des allgemeinen Bedarfs bekommt als im Vorjahr, dann haben wir es mit einer Teuerungsrate, der Inflation, zu tun. Zur Berechnung des durchschnittlichen Preisanstiegs wird Produkten, die einen höheren Wert haben (z.B. Sprit und Strom), mehr Bedeutung beigemessen als Güter, für die Konsumenten weniger Geld ausgeben (z.B. Salz oder Brot). Da jeder Privathaushalt andere Konsumgewohnheiten besitzt, entscheidet die Ausgabegewohnheit aller im Durchschnitt, wie viel Gewichtung einzelne Produkte und Dienstleistungen bei der Ermittlung der Inflation erhalten. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht in ihrer Geldpolitik von einer Preisstabilität, wenn die jährliche Teuerungsrate bei unter zwei Prozent liegt. Erst einen mittel- oder längerfristigen stärkeren Anstieg über zwei Prozent wertet die EZB als Inflation.

Vor allem der unterdurchschnittliche Anstieg der Energiepreise (plus 0,9 Prozent) dämpfte den Preisauftrieb. Tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahresmonat mussten Verbraucher erneut für Nahrungsmittel (plus 3,1 Prozent). Kaltmieten erhöhten sich um 1,7 Prozent. Höhere Mieten machen sich besonders stark bemerkbar, da private Haushalte einen größeren Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,7 Prozent.

Von RND/dpa

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