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Airbus meldet neue Probleme mit Triebwerken

A320neo Airbus meldet neue Probleme mit Triebwerken

Technische Probleme bei den Triebwerken der Zulieferer-Firma Pratt & Whitney sorgen bei Airbus für Ärger und verzögern die Auslieferung des gefragten Mittelstreckenjets A320neo. Die gelieferten Triebwerke müssen nun genauer untersucht werden.

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Ein Airbus A380 fliegt anlässlich der Pariser Luftfahrtschau im Norden von Paris.

Quelle: dpa

Toulouse. Airbus sprach am Freitagabend von „Ereignissen“ an einer Nabe des Hochdruckverdichters, die genaue Untersuchungen notwendig machten. Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA sei eingeschaltet, die betroffenen Fluggesellschaften bereits benachrichtigt worden. Bereits seit zwei Jahren bremsen Probleme mit den Triebwerken des US-Herstellers Pratt & Whitney die Auslieferung der A320neo-Reihe aus.

Airbus und Pratt & Whitney wollten die Störungen für Kunden und Betreiber nun auf ein Mindestmaß begrenzen. Hitze- und Softwareprobleme an den Triebwerken hatten Airbus bereits 2016 und 2017 zu schaffen gemacht. Der Triebwerksbauer Pratt & Whitney, der zum US-Konzern United Technologies gehört, geriet mit der Lieferung einwandfreier Triebwerke derart ins Hintertreffen, dass die Auslieferungsziele des Airbus-Vorstands jeweils bis kurz vor Jahresende wackelten. Den Angaben zufolge sind bisher 113 Flugzeuge der A320neo-Familie mit diesen Triebwerken bei 18 Airlines im Einsatz, darunter bei der Lufthansa.

Die A320neo, die modernisierte und sparsamere Neuauflage des Mittelstreckenjets A320, ist der sich am schnellsten verkaufende Passagierjet der Welt. Etwa die Hälfte der A320neo-Kunden haben die Antriebe von Pratt & Whitney bestellt, an denen auch der Münchner Triebwerksbauer MTU mitarbeitet. Die übrigen Flieger erhalten Antriebe des Herstellers CFM, einem Gemeinschaftsunternehmen des US-Konzerns General Electric und dem französischen Konzern Safran.

Von dpa/RND

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