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Wirtschaft Abgas-Affäre: Durchsuchungen bei Audi
Mehr Welt Wirtschaft Abgas-Affäre: Durchsuchungen bei Audi
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13:24 15.03.2017
Audi-Chef Rupert Stadler. Quelle: imago/Stephan Görlich
Ingolstadt

Mehr als 100 Polizeibeamte und Staatsanwälte haben am Mittwoch die Audi-Zentrale in Ingolstadt und das Audi-Werk Neckarsulm durchsucht. Die Aktionen der Staatsanwaltschaften München und Stuttgart stünden im Zusammenhang mit der „Diesel-Thematik“, sagte Audi-Sprecher Toni Melfi. Eine Durchsuchung gab es auch in der VW-Zentrale in Wolfsburg, wie ein Konzernsprecher bestätigte.

Der Fahrzeughersteller hatte in den USA Dieselautos mit einer dort illegalen Software verkauft, die niedrigere Abgaswerte angibt. Schon unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die bayerische Justiz ein Prüfverfahren eingeleitet. Der Verdacht lautet auf unlauteren Wettbewerb und Betrug.

Stadler: „Wir stellen bei Audi alles auf den Prüfstand“

Die Polizei begann mit ihrer Durchsuchung gegen 7 Uhr, etwa drei Stunden vor der Jahrespressekonferenz von Audi. „Als Konsequenz aus der Diesel-Affäre stellen wir bei Audi alles auf den Prüfstand“, sagte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Bilanzpressekonferenz. Die Aufarbeitung sei „noch lange nicht abgeschlossen“. Aber sein Unternehmen tue alles, „dass so etwas wie die Diesel-Affäre bei uns nie wieder passiert“. Zu den Durchsuchungen selbst sagte Stadler zunächst nichts.

Derzeit gebe es noch keine konkreten Beschuldigten, es werde gegen Unbekannt ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft München II mit. An den Durchsuchungen der Audi-Zentrale in Ingolstadt und des Audi-Werks Neckarsulm sowie an weiteren Orten nahmen mehrere Staatsanwälte und Beamte verschiedener Landeskriminalämter teil. Die Ermittler erhofften sich durch die Razzia Erkenntnisse darüber, wie Audi-Mitarbeiter bei den Abgaswerten getrickst haben könnten, berichteten die Süddeutsche Zeitung und die ARD.

Ingenieure des Unternehmens könnten bei der Entwicklung von Dieselmotoren für den US-Markt die Software zur Regulierung der Abgasreinigung manipuliert haben – genauso wie ihre Kollegen von Volkswagen. Die Geschäfte des Unternehmens in Europa seien davon nicht betroffen, schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Von RND/WAZ/dpa

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