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Mehr Welt Wirtschaft Shutdown kann Sicherheit im Flugverkehr gefährden
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13:45 24.01.2019
Durch den anhaltenden Regierungsstillstand in den USA wird das nationale Luftfahrtsystem massiv belastet. Auch Reisende bekommen die Auswirkungen zu spüren. Quelle: Brynn Anderson/AP/dpa
Washington

Dass sich der längste „Shutdown“ in der Geschichte der USA auch auf Reisende auswirkt, ist bereits bekannt: An US-Flughäfen müssen sich Passagiere auf längere Wartezeiten einstellen. Nun haben Vertreter der Gewerkschaften der Fluglotsen, Piloten und Flugbegleiter in einem offenen Brief ihre Sorgen über den anhaltenden Regierungsstillstand zum Ausdruck gebracht: Sie sorgen sich um die Sicherheit im US-Flugverkehr, die Mitarbeiter wie Flugpassagiere gleichermaßen betrifft. Der britische „Guardian“ und die US-amerikanische „New York Times“ berichteten zuerst über den Brief.

In dem im Internet veröffentlichten Schreiben heißt es: „Wir sind wegen des Regierungsstillstands zunehmend beunruhigt über die Sicherheit unserer Mitglieder, unserer Fluggesellschaften und der reisenden Öffentlichkeit.“ Die US-Haushaltssperre dauert mittlerweile mehr als einen Monat an. Rund 800.000 Bundesbedienstete befinden sich im Zwangsurlaub, oder sie arbeiten ohne Bezahlung weiter.

Gewerkschaftsvertreter: „Es ist beispiellos“

„In unserer risikoaversen Branche können wir weder das aktuelle Risiko berechnen noch vorhersagen, zu welchem Zeitpunkt das gesamte System ausfallen wird. Es ist beispiellos.“ Der offene Brief ist gezeichnet von Paul Rinaldi, Präsident der „National Air Traffic Controllers Association“ (NATCA), Joe DePete, dem Präsidenten der „Air Line Pilots Associatio“ (ALPA), und Sara Nelson, Präsidentin der „Association of Flight Attendants-CWA“ (AFA).

Die Gewerkschaftsvertreter führen in ihrem Schreiben mögliche Folgen des „Shutdowns“ auf: Immer mehr Bedienstete würden sich krank melden, Kontrollstellen an Flughäfen müssten schließen. Es seien so wenig Fluglotsen im Dienst wie seit 30 Jahren nicht. Die Bundesluftfahrtbehörde stelle kein neues Personal ein und auch die Ausbildung sei zum Erliegen gekommen. Beinahe 20 Prozent der Lotsen hätten das Ruhestandsalter erreicht. „Wenn sie sich entscheiden, in Rente zu gehen, ist das National Airspace System (NAS) lahmgelegt.“

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Von Jana Wolf/RND/dpa

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