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Wirtschaft Telekom kündigt langjährigen Kunden
Mehr Welt Wirtschaft Telekom kündigt langjährigen Kunden
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20:36 29.09.2014
Von Albrecht Scheuermann
Den Ansprüchen nicht mehr gerecht: Die Telekom modernisiert ihr Telefonnetz. Ein Internetzugang wird für Kunden aber nicht zur Pflicht. Quelle: dpa
Hannover/Bonn

Die Umstellung soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Die ersten Kündigungen herkömmlicher Anschlüsse werden jedoch jetzt schon verschickt.

„Das tut niemand gern, es ist uns auch schwergefallen“, sagt eine Telekom-Sprecherin. Die Umstellung sei jedoch technisch unumgänglich. Die alte Technik werde den heutigen Ansprüchen „in zunehmendem Maß nicht mehr gerecht“. Zudem werde es schon in absehbarer Zeit keine Ersatzteile mehr für die herkömmliche Technik geben.

Nach Angaben der Telekom nutzen heute bereits 3,5 Millionen Kunden zum Telefonieren die IP-Technik (Internet Protokoll). Bis Ende des Jahres 2018 müssten aber insgesamt noch 20 Millionen Anschlüsse umgerüstet werden. Dies werde „in abgestimmten Wellen“ erfolgen. Pro Woche würden 50 000 bis 60 000 Kunden umgestellt, hieß es. Kunden in Berlin, Hamburg und München seien bereits angeschrieben worden, auch in Hannover und Niedersachsen stehe dies bevor.

Nach Angaben der Sprecherin ist die Kündigung alter Verträge aus rechtlichen Gründen erforderlich. Die Kontrakte könnten nicht einfach unter den neuen technischen Voraussetzungen weiterlaufen. Die Telekom biete aber allen Kunden „eine nahtlose Weiterführung“ ihrer alten Telekom-Dienste auf IP-Basis an. Jeder Kunden werde ein halbes Jahr vor der Umstellung angeschrieben und informiert. Für die Beratung wurde eine kostenfreie Hotline (08 00 33 00 94 14) eingerichtet.

Die Internet-Telefonie basiert auf dem Datenstandard, der für alle Internetanwendungen gilt. Dadurch lässt sich das Telefon mit zahlreichen anderen Geräten und Anwendungen vom PC über den Fernseher bis zu den Rollläden im Haus verbinden. Zudem verschwindet die Grenze zwischen Mobilfunk und Festnetz, weil das Handy zu Hause als Ersatz für das Festnetzgerät genutzt werden kann.

Außerdem verspricht die Telekom eine bessere Sprachqualität, und der Kunde bekommt mehrere Rufnummern für seinen Anschluss. Die alte Telefontechnik, bei der das heimische Telefon über zwei starre Kupferkabel mit einer Vermittlungsstelle verbunden ist, passe nicht mehr in diese schöne neue Datenwelt.

Für viele Kunden, die noch die herkömmliche Sprachtelefonie nutzen, ändert sich jedoch nicht viel. Auch ein Austausch der Telefonapparate ist meist nicht nötig. Wer bereits einen Internetanschluss hat, muss sein Telefon künftig in den Router stöpseln, soweit dieser VoIP-fähig ist. Unterstützt das Internetmodem den Standard nicht, wird ein neuer Router fällig.

Wer zu Hause keinen Internetzugang hat und auch weiter darauf verzichten möchte, wird laut Telekom in der Vermittlungsstelle umgestellt, ohne dass er davon etwas mitbekommt. Er werde auch nicht angeschrieben.

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