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19:32 15.02.2015
Von Albrecht Scheuermann
Die Postbank will sich den Aufwand beim Ausführen einer Papierüberweisung bezahlen lassen. Quelle: Jens Büttner
Hannover

Die Aufregung über die jüngste Gebührenentscheidung der Deutschen Postbank ist groß. Überweisungsaufträge auf Papier kosten künftig jeweils 99 Cent, erfuhren Millionen Kunden. Bislang waren sie kostenlos. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten, dem vom 1. April an geltenden Überweisungsentgelt zu entgehen.

Kunden können unter Umständen auf Kulanz hoffen, bestätigte ein Postbank-Sprecher. Eine unter dem inoffiziellen Begriff „Seniorenkulanz“ existierende interne Anweisung sieht offenbar vor, dass Ausnahmen von den allgemeinen Gebührenregeln gemacht werden können. „Wenn sich Kunden deshalb bei uns melden, sehen wir uns das im Detail an“, sagte der Sprecher. Ob es im Einzelfall eine Kulanzregelung gibt, hänge etwa von der Dauer der Geschäftsbeziehung, der Entfernung zur nächsten Filiale und dem Lebensalter ab. Ebenso werde geprüft, ob der entsprechende Kunde schon Onlinebanking bei der Postbank genutzt hat - und folglich auch seine Überweisungen künftig über das Internet abwickeln kann.

In den Filialen gibt es dem Vernehmen nach Formblätter für solche Kulanz-anträge. Entschieden werde jedoch jeder Einzelfall nicht in der jeweiligen Filiale, sondern zentral. Gerüchte, wonach die Postbank wegen des Proteststurms von Kunden die Gebührenentscheidung noch einmal überdenken will, wollte der Sprecher nicht bestätigen. „Davon ist mir nichts bekannt“, hieß es.

Die Postbank sieht sich mit ihren 14 Millionen Kunden und mehr als 5 Millionen privaten Girokonten als größte Privatkundenbank in Deutschland. Die einstige Post-Finanzsparte, die heute zur Deutschen Bank gehört, gilt traditionell als eine preisgünstige Bank für Lohn- und Rentenempfänger. Das kostenlose Girokonto war einst ein wichtiges Werbeargument.

Die neue Gebühr von knapp einem Euro gilt nicht nur für papiergebundene Überweisungen, sondern auch für Scheck- und Wechseleinzüge sowie die erstmalige Ausführung eines neuen Dauerauftrages. Bislang sind die Girokonten bei einem regelmäßigen Gehalts- oder Renteneingang von mindestens 1000 Euro kostenlos. Statt weiterhin Überweisungsformulare aus Papier einzureichen, sollten die Kunden am Online- oder Telefonbanking teilnehmen, empfiehlt die Postbank.

Die Bank begründete das neue Entgelt in ihrem Schreiben an die Kunden mit den hohen Kosten. „Lesen, Prüfen und Ausführen einer Überweisung auf Papier sind aufwendiger als beim Online- oder Telefonbanking.“ Der Unternehmenssprecher wies darauf hin, dass das Geldhaus heute wegen der Minimalzinsen am Kapitalmarkt mit den Kontoguthaben seiner Kunden nicht mehr genug Erträge erwirtschafte, um den aufwendigen Service aufrechterhalten zu können.

Die Stiftung Warentest rät Betroffenen, sich gegen die Gebühr zu wehren. Sie könnte eventuell rechtswidrig sein, weil sie die Kunden „unangemessen benachteiligt“. Diese könnten widersprechen, müssten dann allerdings mit einer Kündigung rechnen. Deshalb raten die Tester denjenigen Kunden, die bei der Postbank bleiben wollen, die Bank in einem Brief zu bitten, „auf die Einrede der Verjährung“ zu verzichten. Dann könnten sie profitieren, sollten die Gerichte die Gebühr kippen. Ein entsprechender Formbrief findet sich auf der Internet-Seite der Stiftung Warentest.

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