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Wirtschaft SEB verkauft deutsches Privatkundengeschäft an Santander
Mehr Welt Wirtschaft SEB verkauft deutsches Privatkundengeschäft an Santander
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10:20 12.07.2010

Für 555 Millionen Euro werden die 173 Filialen den Besitzer wechseln, wie beide Banken am Montag mitteilten. Die Banco Santander verdoppelt damit die Zahl ihrer Geschäftsstellen in Deutschland. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen, der Abschluss ist zum Ende des Jahres 2010 vorgesehen.

Die SEB mit Deutschlandsitz in Frankfurt hat nach eigenen Angaben in Deutschland eine Million Privatkunden und etwa 2000 Beschäftigte. Weder für Kunden noch für die Mitarbeiter soll sich zunächst etwas ändern: Für die Mitarbeiter besteht nach Angaben eines SEB-Sprechers eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2011.

Am Geschäft mit Firmenkunden in Deutschland wollen die Schweden festhalten: „Als größte Volkswirtschaft Europas bleibt Deutschland ein wichtiger Markt für uns“, erklärte die Chefin des schwedischen Mutterkonzerns, Annika Falkengren.

Die SEB ist seit 35 Jahren auf dem deutschen Markt aktiv. Vor zehn Jahren hatten die Schweden das Privatkundengeschäft von der BfG Bank übernommen. Im vergangenen Jahr fuhr die SEB mit ihren deutschen Privatkunden einen Verlust von 117 Millionen Euro ein.

Viel bringt der Verkauf der SEB nicht ein: Denn die mit dem Verkauf unmittelbar verbundenen Kosten belaufen sich nach Angaben der Bank auf 375 Millionen Euro. Hinzu kommen unter anderem Restrukturierungskosten für das verbleibende Deutschlandgeschäft in Höhe von 80 Millionen Euro. Für 2011 rechnet der SEB-Konzern so insgesamt mit einer Ergebnisbelastung von 65 Millionen Euro.

Die Banco Santander hat in Deutschland nach eigenen Angaben bislang 176 Filialen und sechs Millionen Privatkunden und trug 2009 insgesamt 385 Millionen Euro zum Nettogewinn der Santander-Gruppe bei.

Seit Monaten war über den Verkauf spekuliert worden. Zuletzt hatten sich Hinweise verdichtet, dass die Santander zum Zuge kommen wird. Auch die italienische Unicredit hatte sich für die deutschen SEB-Filialen interessiert.

dpa

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