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15:24 03.12.2015
Die Deutsche Telekom zieht bei Online-Bezahldienst ClickandBuy den Stecker. Quelle: dpa
Berlin

Die Deutsche Telekom stellt den Online-Bezahldienst ClickandBuy ein. Zum 30. April ist Schluss, Guthaben müssen bis dahin verbraucht oder auf andere Bankkonten überwiesen werden. Die Telekom erklärte die Entscheidung am Donnerstag mit der scharfen Konkurrenz im Markt. Es ist das zweite Mal binnen weniger Tage, dass in Deutschland das Aus eines Online-Bezahldienstes angekündigt wird: Der Handelskonzern Otto zog vergangene Woche seinen Service Yapital aus dem Verbraucher-Geschäft ab.

Konkurrenz nimmt zu

Die noch 80 Arbeitsplätze bei ClickandBuy sollen solzialverträglich abgebaut werden, sagte eine Telekom-Sprecherin. Angaben zu Kundenzahlen oder Zahlungsvolumen macht das Unternehmen nicht. Das Aus habe aber mit strategischen Überlegungen und nicht mit der aktuellen Geschäftsentwicklung zu tun. Die 1999 gegründete Firma war seit 2010 eine 100-prozentige Telekom-Tochter und hat ihren Hauptsitz in London.

Die Konkurrenz beim Bezahlen im Internet nimmt gerade zu. Die deutschen Banken bringen nach langer Vorbereitung ihr eigenes System für Online-Zahlungen Paydirekt an den Start. Die Einstellung von ClickandBuy sei jedoch keine Reaktion darauf, hieß es bei der Telekom.

In dem Geschäft ist der US-Anbieter Paypal, der im Sommer von der Handelsplattform Ebay abgespalten wurde, auch in Deutschland sehr stark. Zudem drängen Karten-Spezialisten wie Mastercard verstärkt in den Markt. Smartphone-Bezahldienste von Apple und Samsung, die in Deutschland noch nicht verfügbar sind, dürften mit der Zeit auch zumindest bei Einkäufen über mobile Geräte eine Rolle spielen.

Otto hatte bei als Grund für die Einstellung von Yapital zum 31. Januar vor allem auf eine unkalkulierbare Entwicklung beim Bezahlen über das Smartphone verwiesen. Der Handelsriese verfolgte mit der 2011 gegründeten Firma einen breiten Ansatz und wollte einen Bezahldienst für alle Kanäle schaffen, mit dem sowohl online als auch über das Smartphone im Laden bezahlt werden kann.

dpa

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