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09:08 17.04.2011
Alternative Energie wie Windkraft soll irgendwann Atomstrom ablösen. Quelle: Rainer Dröse (Archivbild)

Das ist das Ergebnis einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), die am Sonntag in Berlin veröffentlicht wurde. Auftraggeber ist Greenpeace Energy, die Energiegenossenschaft der Umweltorganisation.

Die konventionellen Energien verursachten versteckte Kosten, die zwar nicht auf der Stromrechnung auftauchten, von den Bürgern aber dennoch bezahlt werden müssten, zum Beispiel als Steuern. „Bislang wurden die Verbraucher über den wahren Preis von Kohle und Atom getäuscht“, sagte Robert Werner, Vorstand von Greenpeace Energy. „Die ganze Energiedebatte krankt daran, dass die tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten nicht ehrlich beziffert werden.“ Die FÖS-Wissenschaftler ermittelten für eine Kilowattstunde Windstrom Kosten von 7,6 Cent, für Wasserstrom 6,5 Cent, für Kohlestrom 12,1 Cent und für Atomstrom 12,8 Cent.

Die Autoren rechneten vor allem staatliche Förderung in die Kosten ein. Sie kamen bei der Atomstromproduktion auf 186 Milliarden Euro seit 1970, bei den erneuerbaren Energien dagegen nur auf 28 Milliarden Euro. Zudem verursachten die Energieträger Kosten an anderer Stelle, zum Beispiel Klimaschäden, die ihnen zugerechnet werden könnten. Nicht in der Rechnung enthalten seien dagegen die möglichen Kosten eines großen Atomunfalls, da die Schäden unkalkulierbar seien.

dpa

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