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Wirtschaft GDL beendet 60-Stunden-Streik planmäßig
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07:27 21.04.2011
Nach 60 Stunden Streik beendeten GDL-Mitglieder am Donnerstagmorgen den längsten Ausstand im aktuellen Tarifkonflikt. Quelle: dpa

Die Lokführergewerkschaft GDL hat den 60-Stunden-Streik bei den Konkurrenten der Deutschen Bahn (DB) planmäßig am Donnerstagmorgen um 2 Uhr beendet. Dies bestätigte ein GDL-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Die Gewerkschaft hatte seit Montag 14 Uhr die fünf großen regionalen Konkurrenten des Marktführers Deutsche Bahn bestreikt: Abellio, Netinera (früher Arriva), Benex, Veolia und die Hessische Landesbahn HLB sowie deren Töchter. So kommen etwa 20 Einzelunternehmen zusammen.

Es war der bisher längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt. Erneut war es zu massiven Behinderungen und Zugausfällen bei den rund 20 Bahngesellschaften gekommen.

Noch während des 60-Stunden-Ausstandes hatte die GDL am Mittwoch angekündigt, den Arbeitskampf bis mindestens Ende April auszusetzen. „Die Streikpause gibt allen Beteiligten Gelegenheit, eine Lösung des Konflikts aufzugreifen“, schrieb die GDL auf ihrer Internetseite. Eine Sprecherin bestätigte die Angaben. Zuvor hatte die GDL bereits die Ostertage von möglichen neuen Ausständen ausgenommen. Ab dem 1. Mai könnte sie aber wieder zum Arbeitskampf aufrufen.

Die GDL will bundesweit für alle 26.000 Lokführer in Deutschland einen sogenannten Rahmentarif durchsetzen. Dieser Vertrag soll für die gesamte Branche die hohen Beschäftigungsstandards der DB wie etwa Einkommen, Zulagen und Arbeitszeit vorschreiben. Die Regiobahnen wehren sich und sagen, dass sie nicht so wettbewerbsfähig wie der Marktführer sind und daher auch nicht so gut zahlen könnten.

Der am Freitag zwischen GDL und DB ausgehandelte Tarifvertrag ist dagegen besiegelt. Die Tarifkommission der GDL gab dem Vertragspaket ihre endgültige Zustimmung. Der Kompromiss sichert den 20.000 DB-Lokführern neben anderen Verbesserungen ein Einkommensplus von 2,0 Prozent. Damit verdient ein Lokführer des bundeseigenen Konzerns im Schnitt samt Zulagen etwa 3000 Euro brutto pro Monat.

dpa

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