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06:26 21.12.2018
Schauspieler Manfred Krug als TV-Trucker in der 80er-Jahre-Serie „Auf Achse“: personelle Engpässe in der Verkehrswirtschaft. Quelle: dpa
Berlin

Das Stöhnen der Arbeitgeber über den Mangel an qualifizierten Ingenieuren, Programmierern und Naturwissenschaftlern ist nicht neu, auch viele Handwerksbetriebe suchen händeringend Personal, von der Pflegebranche mal ganz zu schweigen. Doch nun schlagen auch die Transportunternehmen Alarm. Grund: den Spediteuren gehen die LKW-Fahrer aus, und das nicht nur im Weihnachtsgeschäft.

Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sehen knapp acht von zehn Unternehmen der Verkehrswirtschaft im Fachkräftemangel ein Risiko für ihre Geschäftsentwicklung. Auch die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich von Jahr zu Jahr schwieriger. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Transportkapazitäten, weil immer mehr Unternehmen auf Just-in-Time-Produktion setzen und weil immer mehr Fahrer wegen der vernachlässigten Straßen im Stau stehen.

„Es drohen Tränen unterm Weihnachtsbaum“

Die deutsche Wirtschaft ist besorgt. „Dank der derzeit noch guten konjunkturellen Lage sind die Auftragsbücher prall gefüllt und die Logistikunternehmen haben alle Hände voll zu tun. Gleichzeitig verschärft sich jedoch der Mangel an LKW-Fahrern“, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Zusammen mit dem schleppenden Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und den langen Genehmigungsverfahren sorge der Fahrermangel dafür, dass es für die Verkehrswirtschaft immer schwerer werde, der hohen Nachfrage gerecht zu werden, so Dercks weiter. „Dem Weihnachtsmann gehen zunehmend die Helfer aus. Das führt nicht nur zu Tränen unter dem Weihnachtsbaum, sondern trifft auch viele Bereiche der Wirtschaft hart, wenn durch verspätete Sendungen die Produktion stockt oder Regale nicht aufgefüllt werden können“, sagt der Wirtschaftsvertreter und warnt: „Insgesamt drohen die Engpässe in der Verkehrswirtschaft zu einem Flaschenhals für die Konjunktur zu werden.“

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Von Andreas Niesmann/RND

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