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Deutschland / Weltweit Zahlungsmoral in Niedersachsen lässt zu wünschen übrig
Mehr Welt Wirtschaft Deutschland / Weltweit Zahlungsmoral in Niedersachsen lässt zu wünschen übrig
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09:00 12.08.2015
Von Lars Ruzic
Symbolbild Quelle: dpa
Hannover

Die schlechteste Zahlungsmoral herrscht der Untersuchung zufolge im Saarland, die beste in Sachsen. Für den Vergleich hat Bürgel das Zahlungsverhalten von 470.000 Betrieben in Deutschland analysiert.

Demnach hat sich die Zahlungsbereitschaft in Niedersachsen in den vergangenen zwölf Monaten spürbar gebessert. Der Anteil verspätet zahlender Kunden sank um 5,5 Prozent. Damit war das Land allerdings schwächer als der Bundesschnitt mit einem Rückgang um  6,1 Prozent. „Den Unternehmen in Deutschland geht es zurzeit recht gut“, sagte Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. „Das spiegelt sich auch in der positiven Zahlungsmoral wider.“ Im Jahresverlauf rechnet er wegen der Unsicherheiten im Euro-Raum aber eher mit einer Verschlechterung.

Niedersächsische Rechnungssteller müssen nicht länger auf ihr Geld warten als der Bundesdurchschnitt. Wer verspätet zahlt, lässt im Schnitt 22 Tage verstreichen. Besonders viel Zeit nimmt sich dabei die öffentliche Hand mit 35 Tagen. Bund, Länder und Gemeinden zahlten zwar sehr spät, aber immerhin zahlten sie, sagte Sellin. Zudem seien hier die Fälle spät gezahlter Rechnungen vergleichsweise gering – nur 7,4 Prozent der Forderungen an die öffentliche Hand sind überfällig. Da kommen andere Sektoren auf weit höhere Anteile: In der Entsorgungsbranche wird jede vierte Rechnung nicht pünktlich beglichen, in der Logistik und der Baubranche gut jede fünfte.

Innerhalb der Unternehmen sind es übrigens vor allem die großen Kapitalgesellschaften, deren Zahlungsmoral zu wünschen übrig lässt. Mehr als ein Drittel aller Aktiengesellschaften und mehr als ein Viertel der GmbHs lassen die Fristen erst einmal verstreichen, bevor sie überweisen – ganz bewusst, wie Sellin meint. „Es ist keine Frage der Zahlungsfähigkeit, sondern rein eine Frage der Zahlungswilligkeit.“ Für die – oft deutlich kleineren – Rechnungsteller bedeute dies nicht nur Verwaltungsaufwand, Ärger und zusätzliche Kosten. Sie würden auch „unfreiwillig zur Bank ihrer Kunden“.

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