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Deutschland / Weltweit Wirtschaft begrüßt Seehofers Gespräch mit Putin
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16:16 02.02.2016
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will am MIttwoch Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin treffen. Die Wirtschaft begrüßt das Treffen. Quelle: Sven Hoppe/dpa
Berlin

"Fragen des deutsch-russischen Verhältnisses lassen sich nur klären, wenn weniger übereinander und mehr miteinander gesprochen wird", sagte Andrea Metz, Sprecher des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem die HAZ gehört. "Wir begrüßen daher die Initiative von Horst Seehofer, den Dialog mit Russland jetzt neu zu beleben." Der Ost-Ausschuss hoffe auf einen schrittweisen Abbau der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. "Wir brauchen im Interesse aller Seiten ein Signal, dass die Sanktionen nicht in Stein gemeißelt sind."

Rückzug deutscher Unternehmen aus Russland

Die deutschen Exporte nach Russland seien 2015 um sechs Milliarden Euro oder umgerechnet 25 Prozent eingebrochen. Rund 400 von 6.000 deutschen Unternehmen hätten sich allein im vergangenen Jahr vom russischen Markt zurückgezogen.

Aber auch in vielen weiteren Ländern der Region seien derzeit zweistellige Exportverluste zu verkraften, einschließlich der Ukraine. "Die Sanktionen tragen dazu bei, dass sich die Konjunkturaussichten in ganz Osteuropa weiter eintrüben und Investoren sich zurückhalten. Ihr schrittweiser Abbau könnte zu einer positiven Dynamik im Minsk-Prozess beitragen und der Wirtschaft die Zuversicht zurückgeben, sich in der Region zu engagieren", sagte Metz.

Seehofer wehrt sich gegen Kritik an der Reise

Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft ist das Gemeinschaftsorgan der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zur Interessenvertretung deutscher Unternehmen in Osteuropa. Vorsitzender ist Wolfgang Büchele, Chef der Linde AG.

Seehofer verteidigte das geplante Treffen mit Wladimir Putin: "Es ist völlig selbstverständlich, dass man in dieser aufgewühlten Welt im Gespräch bleiben muss." Die Reise sei sorgfältigst vorbereitet und werde von der Bundesregierung unterstützt. "Da kann man nur den Kopf schütteln, wenn man die nationale Begleitung von fünftklassigen Politikern hört." Seehofer will Putin am Mittwochabend treffen.

Kritik an der Reise hatte es vor allem von SPD und Grünen, aber auch aus der CDU gegeben. Die Vorwürfe zielen darauf, dass Seehofer sich von Putin instrumentalisieren lasse und mit einer Anbiederung an Moskau gegen die deutschen Interessen handle.

Jan Sternberg / dpa

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