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Deutschland / Weltweit Jeder soll etwas von der Dividende abbekommen
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12:11 22.02.2014
Von Stefan Winter
Nach dem Geschäftsjahr 2013 erhöht VW die Dividende. Quelle: dpa
Hannover

Hannover (stw). VW hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erreicht. Der operative Gewinn sei auf 11,7 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Freitagabend mit. Das Ziel für 2013 war gewesen, das Niveau des Vorjahres - 11,5 Milliarden Euro - zu halten. „Wir haben die für 2013 gesetzten Ziele erreicht und sogar übertroffen“, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn. Das sei „trotz des schwierigen Wettbewerbsumfelds“ gelungen.

Davon werden auch die Aktionäre profitieren: Der Vorstand schlägt eine Dividendenerhöhung um 50 Cent je Aktie vor. Damit sollen die Vorzugsaktionäre 4,06 Euro und die Stammaktionäre 4 Euro bekommen. Die Stammaktien liegen zu 90 Prozent bei den drei Großaktionären Porsche SE, Land Niedersachsen und Emirat Katar. Für das Land Niedersachsen mit seiner 20-prozentigen Beteiligung bedeutet das Einnahmen von 236 Millionen Euro, die allerdings zum Teil für die Wissenschaftsförderung der unabhängigen Volkswagenstiftung reserviert sind.

Schon jetzt macht VW Hoffnung auf weitere Dividendenerhöhungen in den nächsten Jahren: Die Dividende für 2013 entspricht einer Ausschüttung von 20,6 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Gewinns. Angestrebt wird aber ein höherer Anteil: „Volkswagen macht einen weiteren Schritt in Richtung des mittelfristigen Ausschüttungsziels von 30 Prozent“, heißt es in der Mitteilung.

Der Konzern verkaufte im vergangenen Jahr weltweit 9,73 Millionen Autos, 4,9 Prozent mehr als 2012. Das war vor allem der Nachfrage in China zu verdanken, wo die Gemeinschaftsunternehmen mit lokalen Partnern auch höhere Gewinne einfuhren als im Vorjahr. Der Konzernumsatz stieg um 2,2 Prozent auf 197 Milliarden Euro, die Zahl der Mitarbeiter nahm um 4,2 Prozent auf 572 800 am Jahresende zu. Der Nettogewinn blieb wie erwartet deutlich unter dem Vorjahresergebnis: Der Jahresüberschuss schmolz um 58 Prozent auf 9,14 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatten Sondereffekte aus der Bewertung der Porsche-Beteiligung das Ergebnis aufgebläht. Sie wirkten sich aber nur auf dem Papier und nicht in der Kasse aus. Diese war zum Jahresende so voll wie lange nicht: Fast 17 Milliarden Euro Netto-Liquidität hatte der Konzern zum Jahresende gebunkert, das waren 7 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Die Prognose für dieses Jahr fällt erneut vorsichtig aus, das Umfeld bleibe herausfordernd. Der Absatz soll „moderat“ steigen, der Umsatz in einer Bandbreite von 3 Prozent um den Vorjahreswert liegen. Für den Pkw-Bereich wird eine operative Rendite von 5,5 bis 6,5 Prozent angepeilt, was ebenfalls dem aktuellen Niveau entspricht.

VW will fast sieben Milliarden Euro ausgeben, um die restlichen Scania-Aktien zu kaufen. Der ehemalige Daimler-Manager Andreas Renschler soll den Lkw-Konzern unter dem VW-Dach leiten. Doch noch ist der künftige VW-Vorstand kaltgestellt.

Stefan Winter 24.02.2014

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