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05:47 06.02.2015
Freiwillig bei der Feuerwehr: Bei der Steuererklärung müssen Ehrenamtliche ein paar Details beachten. Quelle: Carmen Jaspersen

Wie viel Geld geflossen ist, will das Finanzamt in jedem Fall wissen: „Auch etwas, das vermutlich steuerfrei ist, ist nicht erklärungsfrei“, sagt Rechtsanwalt Bernd Jaquemoth. Der Ehrenamtler müsse den Betrag als „sonstige Einnahme“ in seiner Steuererklärung angeben. Gehe es lediglich um die Erstattung konkreter Auslagen für Fahrtkosten oder Büromaterial, werde aber keine Steuer fällig, sagt Thomas Eigenthaler von der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG). Anders ist es bei pauschalen Aufwandsentschädigungen. Sie sind nur bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. Mit dem Amt verbundener Aufwand kann steuerlich nur als Werbungskosten abgesetzt werden, soweit er die Pauschale übersteigt.

Übungsleiterpauschale

Höchstens 2400 Euro pro Jahr können Übungsleiter steuerfrei erhalten. Dazu zählen Tätigkeiten im pädagogischen Bereich, etwa als Sporttrainer oder Chorleiter, sowie Seminare und Vorträge an Volkshochschulen, Erste-Hilfe-Kurse oder ein Engagement in der beruflichen Aus- und Fortbildung. Ausgeschlossen sei dagegen die ehrenamtliche Ausbildung von Tieren, etwa von Rennpferden oder Diensthunden, sagt Steuerberater David Benöhr.

Ehrenamtspauschale

Wie bei der Übungsleiterpauschale muss der Ehrenamtler auch hier zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke tätig sein. Die Grenze liegt bei 720 Euro pro Jahr. Begünstigt sind zum Beispiel die Tätigkeiten der Vorstandsmitglieder, des Kassenwarts oder des Aufsichtspersonals. „Tätigkeiten für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe - etwa die Unterstützung des Caterings im Rahmen einer geselligen Veranstaltung - sind dagegen nicht begünstigt“, sagt Benöhr. Unter Umständen können auch beide Pauschalen innerhalb eines Vereins genutzt werden. Dann müssen die verschiedenen Tätigkeiten aber klar abzugrenzen sein. Jaquemoth nennt als Beispiel einen Ehrenamtler, der für die Betreuung einer Mannschaft eine Übungsleiterpauschale und für die Überwachung der Sportgeräte eine Ehrenamtspauschale erhält.

Nur für Nebenberufler

Die Freibeträge gelten nur, wenn das Ehrenamt nebenberuflich ausgeübt wird. Das heißt nicht unbedingt, dass man auch einen Hauptberuf haben muss. Steuerrechtlich können auch Hausfrauen, Studenten, Rentner oder Arbeitslose einen Nebenjob ausüben. Entscheidend ist, dass die Tätigkeit nicht mehr als rund 13 Stunden im Wochendurchschnitt ausgeübt wird. „Die Rentnerin, die sich 20 Stunden die Woche in der Nachbarschaftshilfe engagiert, kann keine Steuerfreiheit für Zahlungen in Anspruch nehmen“, erklärt Jaquemoth. Wer Sozialleistungen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld beziehe, müsse zudem die zuständige Behörde von den Einnahmen unterrichten. In der Regel gelte dabei aber: „Was steuerfrei ist, wird auch nicht als Einnahme bei der Sozialleistung abgezogen.“

Geringfügige Beschäftigung

Weit verbreitet war nach Angaben von Eigenthaler bisher das Modell, dass der Verein die Steuer übernimmt und die Vergütung nach den Prinzipien der „geringfügigen Beschäftigung“ abrechnet. Seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum Jahresbeginn ist das Modell aber oft nicht mehr praktikabel, denn bei den vorgeschriebenen 8,50 Euro pro Stunde ist die Grenze der „geringfügigen Beschäftigung“ schnell überschritten. Außerdem müssen die Arbeitszeiten genau erfasst werden.

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