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Deutschland / Weltweit Osram-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau
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16:32 22.09.2014
2000 Osram-Beschäftigte demonstrierten in Berlin und Augsburg gegen den geplanten Stellenabbau. Quelle: Jörg Carstensen
Augsburg/Berlin

Rund 2000 Beschäftigte des Lichtkonzerns Osram haben am Montag in Augsburg und Berlin gegen den geplanten Stellenabbau protestiert. Zu dem Demonstrationszug in Augsburg reisten auch zahlreiche Mitarbeiter aus den bayerischen Osram-Werken Eichstätt, Traunreut, Schwabmünchen und München an. Die Polizei sprach von rund 1500 Teilnehmern. In Berlin kamen nach Angaben der IG Metall etwa 500 Beschäftigte zusammen.

Osram will in den kommenden drei Jahren weltweit 7800 Arbeitsplätze abbauen, davon 1700 in Deutschland. Die Arbeitnehmervertreter fordern den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen sowie Zusagen zur Standort- und Beschäftigungssicherung.  In Augsburg zogen die Mitarbeiter mit Pfeifen und Trommeln zum Osram-Gebäude, wo gerade der Aufsichtsrat tagte. Dort versammelten sie sich im strömenden Regen zu einer Kundgebung. „Osram wird kaputtgespart auf Kosten der Beschäftigten“, kritisierte Roberto Armellini von der IG Metall Augsburg.

Osram bekommt den rasanten Wandel in der Branche von konventioneller Beleuchtungstechnik hin zu moderner Leuchtdioden-Technik (LED) seit Jahren zu spüren und hat bereits zahlreiche Stellen gestrichen. Die Gewerkschaft äußerte scharfe Kritik am Sparprogramm. Der Stellenabbau koste die Firma eine dreistellige Millionensumme – dieses Geld sollte besser in neue Produkte gesteckt werden, damit Osram im weltweiten Wettbewerb mithalten und Jobs erhalten könne, sagte Armellini.

Die Gewerkschaft rechnet mit dem Abbau von rund 400 Stellen in Augsburg, fast 300 in Berlin und rund 360 in Eichstätt. In Schwabmünchen seien 74 Arbeitsplätze und im nordrhein-westfälischen Wipperfürth 80 Stellen betroffen. In Herbrechtingen (Baden-Württemberg) dürften nach IG-Metall-Angaben weitere 32 Jobs gestrichen werden. Einschnitte stehen zudem im Vertrieb und in der Verwaltung von Osram in der Firmenzentrale in München an.

dpa

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