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Deutschland / Weltweit Bayern-Ei darf keine Eier mehr verkaufen
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14:59 08.08.2015
Bayern-Ei hatte zuletzt Ende Juli wegen des Verdachts auf Salmonellen Eier zurückgerufen. Quelle: dpa
Landshut/Aiterhofen

Das unter Salmonellen-Verdacht stehende Unternehmen Bayern-Ei darf vorläufig keine Eier mehr verkaufen. Das teilte die Regierung von Niederbayern in der Nacht zum Samstag in Landshut mit. Das Verbot sei am Freitagabend von den Lebensmittelüberwachern der Landratsämter in Abstimmung mit Bayerns Verbraucherschutzministerium verhängt worden.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen Verantwortliche des Betriebs wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Lebensmittelrecht. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass das Unternehmen zurückgegebene Ware neu verpackt habe und das Mindesthaltbarkeitsdatum verlängert worden sei, wie die Regierungsbehörde berichtete.

Der Betrieb hatte zuletzt Ende Juli wegen des Verdachts auf Salmonellen Eier zurückgerufen. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits Ermittlungen, weil das Unternehmen für einen Salmonellen-Ausbruch im Sommer 2014 mit zwei Toten und Hunderten Erkrankten vor allem in Großbritannien und Österreich verantwortlich gewesen sein könnte. Nach dem neuerlichen Verdacht hatten SPD und Grüne die sofortige Schließung des Betriebs gefordert.

Das jetzt verhängte Verkaufsverbot gilt für die am Unternehmenssitz Aiterhofen sowie in Aholming-Tabertshausen produzierten Eier. Am dritten Standort Wallersdorf-Ettling werden momentan keine Eier produziert.

Die bayerische Landtagsfraktion der SPD verlangte am Samstag umfassende Aufklärung von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf. SPD-Verbraucherschutzexperte Florian von Brunn kritisierte, die CSU-Politikerin habe „zu lange gezögert und gezaudert“. So sei zu befürchten, dass das Unternehmen in den letzten Monaten Sperren wegen Salmonellen-Belastungen missachtet haben könnte.

Scharf selbst meinte hingegen, die Behörden hätten „schnell und konsequent zum Schutz der Verbraucher reagiert“. Bei dem Unternehmen Bayern-Ei war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

dpa

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