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Deutschland / Weltweit Metro sucht neue Geschäftsideen
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00:17 13.02.2015
Im Metro-Innovationszentrum lässt Olaf Koch Ideen suchen. Quelle: Rolf Vennenbernd
Düsseldorf

„Wie hat sich das Leben in der Gastronomie in den letzten Jahren durch das Internet verändert?“, fragt Metro-Chef Olaf Koch in die Runde und gibt dann die Antwort selbst. „Kaum – viel weniger jedenfalls als mein privates Leben.“ Metro ist auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern, und so will Koch den Kunden aus der Gastronomie jetzt beim Sprung in die digitale Neuzeit helfen.

Ziel sei es, den Metro-Kunden neue Dienstleistungen anzubieten und sie so an das Unternehmen zu binden. Die Metro hat selbst allerdings noch Nachholbedarf beim Thema Internet. Gerade einmal 3 Prozent des Konzernumsatzes kommen aus dem Internethandel.

Koch steht unter Erfolgsdruck. Erst am vergangenen Wochenende hatte der größte Metro-Aktionär Haniel signalisiert, dass er mit der Entwicklung des Konzerns unzufrieden sei. „Die Wertentwicklung der Metro ist seit Jahren nicht so, wie wir sie gerne hätten“, sagte Haniel-Chef Stephan Gemkow in einem Interview. Koch zog gestern dennoch eine positive Bilanz seiner Arbeit. „Wesentliche Baustellen machen Fortschritte“, sagte er. Vor allem für Media Saturn sei die Zeit von Oktober bis Dezember ein „Durchbruchsquartal“ gewesen. Die Metro habe ihre Nettoverschuldung binnen Jahresfrist um 900 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro gesenkt und verfüge über eine Finanzkraft „wie seit Jahren nicht mehr“.

Eine große Baustelle ist derzeit allerdings Russland, der schwache Rubel hinterlässt tiefe Spuren. Im ersten Quartal ging der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um gut 10 Prozent auf 404 Millionen Euro zurück. Der Umsatz verringerte sich um 2,2 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro. Neben Währungseffekten schlugen sich hier auch Unternehmensverkäufe nieder. Rechne man die Währungseffekte heraus, habe der operative Gewinn über dem Vorjahreswert gelegen, sagte Koch.

Von Simone Hett und Erich Reimann

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