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Deutschland / Weltweit Linkedin ist zurück in der Gewinnzone
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21:06 07.02.2015
Das US-amerikanische Unternehmen verkauft sich gut: Die größte Einnahmequelle sind Lösungen für die Personalsuche. Quelle: dpa
Mountain View

Der Umsatz kletterte im Schlussquartal 2014 im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 643 Millionen Dollar, wie Linked­in nach US-Börsenschluss in der Nacht auf Freitag mitteilte. Das war mehr als am Markt erwartet wurde. Die Nutzerzahl stieg in dieser Zeit um ein Viertel auf 347 Millionen. Den Börsianern gefielen die Zahlen offensichtlich: Die Aktie stieg am Freitag um mehr als 19 Prozent.

Im deutschsprachigen Raum knackte Linkedin die Marke von sechs Millionen Mitgliedern. Damit bleibt das US-Unternehmen dem deutschen Rivalen Xing auf den Fersen, der auf rund acht Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt. Das Wachstumstempo von etwa einer Million neuer Nutzer in sieben Monaten im deutschsprachigen Raum bleibt bei Linkedin unverändert. Das soziale Netzwerk wolle unter anderem die Zielgruppe der Studenten stärker ansprechen, sagte der für das Geschäft im deutschsprachigen Raum zuständige Manager Till Kaestner.

Die Möglichkeit, in großem Stil international berufliche Kontakte zu knüpfen, sieht er als Vorteil von Linkedin gegenüber dem vor allem auf den deutschsprachigen Raum fokussierten Rivalen Xing. „Auch die Mittelständler wollen heute weltweit Kontakte knüpfen“, sagt Kaestner. Insgesamt stünden die Business-Netzwerke in Deutschland erst am Anfang – die Marktdurchdringung sei noch deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern. „Da ist es gut, wenn mehrere Anbieter den Markt vorantreiben.“ Zwar stellten die IT-Profis die größte Berufsgruppe bei Linkedin, insgesamt seien inzwischen aber alle Industrien vertreten. „Es gibt heute keine Branchen mehr, die komplett unerschlossen wären.“

Bei Karriere-Netzwerken wie Linked­in und Xing können Nutzer Profile anlegen, mit ihren geschäftlichen Kontakten kommunizieren und auf Jobsuche gehen. Unternehmen greifen bei der Personalsuche auf die Netzwerke zurück. Rund die Hälfte der Nutzung findet inzwischen auf Smartphones und Tablets statt.

Die größte Einnahmequelle von Linkedin sind Lösungen für die Personalsuche. In diesem Bereich legten die Erlöse binnen eines Jahres um 41 Prozent auf 369 Millionen Dollar zu. Im Anzeigengeschäft, bei dem den Linkedin-Mitgliedern Werbung angezeigt wird, stieg der Umsatz um 56 Prozent auf 153 Millionen Dollar. Die kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaften brachten Linkedin 121  Millionen Dollar ein, das waren 38 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

In den USA etabliert sich Linkedin zunehmend auch als Blog-Plattform, um die Kommunikation zwischen den Mitgliedern zu fördern. In Deutschland nutzen inzwischen 29 der 30 Dax-Unternehmen laut Kaestner Lösungen von Linkedin für Personalsuche und Werbung.

Von Andreas Sokolow

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