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Deutschland / Weltweit AOK hält Beitragssatz stabil
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12:06 16.12.2015
Symbolbild Quelle: dpa
Hannover

Für alle Kassen gilt ein allgemeiner Beitrags­satz von 14,6 Prozent des Brutto­einkommens. Ihn muss jeder Versicherte mindestens zahlen. Doch die Kassen dürfen mehr verlangen, wenn sie damit nicht auskommen. Dieser Zusatz­beitrag beträgt derzeit 0,83 Prozent im Durch­schnitt aller Kassen, wie der Spitzen­verband der Kassen ermittelt hat. Für 2016 rechnet das Gesund­heits­ministerium mit durch­schnitt­lich 1,1 Prozent Zusatz­beitrag. Der Gesamt­beitrag soll dann im Schnitt 15,7 Prozent betragen.

Den Zusatz­beitrag müssen die Mitglieder der Kassen komplett selbst zahlen. Ihr Arbeit­geber beteiligt sich nicht daran. Rentner mit einer gesetzlichen Alters­rente müssen den Zusatz­beitrag ebenfalls in voller Höhe selbst über­nehmen. Für sie gelten die neuen Beiträge allerdings erst ab März. Manche Kassen erheben 2016 einen Zusatzbeitrag von bis zu 1,4 Prozent. Ein Mitglied mit einem Bruttoverdienst von 3500 Euro würde dort über 250 Euro pro Jahr mehr zahlen müssen.

Die AOK habe sich entschieden, mit unverändert umfangreichen Zusatzleistungen sowie einem stabilen Beitragssatz von insgesamt 15,4 Prozent ins neue Jahr zu gehen, erklärten die alternierenden Verwaltungsratsvorsitzenden Bernd Wilkening und Ulrich Gransee. Die AOK steht nach eigener Einschätzung stabil da: Betriebsmittel und Rücklage belaufen sich den Angaben zufolge zusammen auf rund eine Milliarde Euro.

Bei der AOK sind aktuell rund 2,44 Millionen Niedersachsen versichert. Der Haushalt für das nächste Jahr beträgt 8,2 Milliarden Euro in der Krankenversicherung und 1,5 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. Damit werde die AOK im kommenden Jahr voraussichtlich 642 Millionen Euro mehr für Gesundheit und Pflege ausgeben als 2015l, erklärte Vorstandschef Jürgen Peter. Seine Amtszeit wurde vom Verwaltungsrat gestern um sechs Jahre verlängert. Am meisten gibt die Kasse für die Krankenhausbehandlung aus (2,8 Milliarden Euro – ein Plus von 3,6 Prozent), ärztliche Behandlungen folgen mit 1,4 Milliarden Euro aus Platz zwei (plus 4,8 Prozent) vor den Arzneimittelausgaben von 1,3 Milliarden Euro (plus 3 Prozent).

jen

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