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Deutschland / Weltweit Kaum einer kauft noch Fernseher
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09:10 28.08.2015
Von Stefan Knopf
Der Boom der Flachbildschirme ist vorbei, mittlerweile haben die meisten Haushalte die alten Röhrengeräte ausgetauscht und sind mit neuer Technik ausgestattet. Quelle: doa
Berlin

Neue Smartphone-Modelle und Küchengeräte sind die Hoffnungsträger der Internationalen Funkausstellung (IFA), die am nächsten Freitag beginnt. Die Branche für Unterhaltungselektronik hat ein schwaches erstes Halbjahr hinter sich, sie will aber im Gesamtjahr 2015 noch ein kleines Umsatzplus schaffen. Das kündigte der Aufsichtsratschef des IFA-Veranstalters GfU, Hans-Joachim Kamp, an. Die IFA rechnet mit rund 1500 Ausstellern auf gut 150 000 Quadratmetern Fläche. Beides sind Rekordwerte.

Im vergangenen Jahr wurden in Berlin Aufträge von fast 4,3 Milliarden Euro zwischen Industrie und Handel vereinbart. Ob die Orderbücher wieder so gut gefüllt werden, ist eher fraglich. Denn die Bundesbürger geben für Konsumelektronik inzwischen deutlich weniger aus. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Umsatz in Deutschland um 2,5 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro. Anders als der GfU-Chef erwarten die Marktforscher auch für das Gesamtjahr ein Umsatzminus von noch einem Prozent auf gut 27,3 Milliarden Euro, auch weil sportliche Großereignisse wie eine Fußball-WM oder Sommer-Olympiade fehlen - solche Events sind oft der Anlass, das Heimkino aufzurüsten.

Die Veranstalter hoffen auf eine baldige Trendwende. „Von der IFA erwarten wir positive Impulse“, sagte Kamp. Bei Haushaltsgeräten laufen die Geschäfte gut: Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum von 3,7 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro bei Wasch- und Spülmaschinen, Trocknern, Herden und Kleingeräten erwartet. Die sogenannte weiße Ware ist in den Zahlen der Konsumelektronik nicht enthalten, die nach GfU-Definition die Unterhaltungselektronik, Telekommunikation und private IT-Technik umfasst. Dort sind die Problembereiche nicht zu übersehen. Vor allem in der klassischen Unterhaltungselektronik - also bei TV-, Audio- und Videogeräten - gehen die Umsätze fast durchweg zurück. Bis Ende Juni sanken die Erlöse um mehr als 9 Prozent auf noch knapp 4,3 Milliarden Euro. Damit bringt der einstige Hauptumsatzträger nur noch ein Drittel der Gesamterlöse.

Der Grund ist vor allem der Einbruch im TV-Geschäft. Der Boom der Flachbildschirme ist vorbei, mittlerweile haben die meisten Haushalte die alten Röhrengeräte ausgetauscht und sind mit neuer Technik ausgestattet. Der TV-Umsatz sank bis Ende Juni um ein Sechstel auf 1,83 Milliarden Euro - verkauft wurden den Angaben zufolge knapp 3,3 Millionen Geräte und damit gut 600 000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Von Thomas Wüpper

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