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Deutschland / Weltweit IAA-Nutzfahrzeuge soll Zeichen setzen
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18:48 09.07.2010
Von Lars Ruzic

„Sie wird zeigen, wie erfolgreich wir aus der Krise herausfahren.“ Die Weltleitmesse (23. bis 30. September) wolle „ein klares Aufbruchssignal für die Nutzfahrzeugbranche aussenden“.

Nach dem „Orkan“, der in den letzten beiden Jahren über die Industrie fegte und Einbrüche von bis zu 80 Prozent mit sich brachte, erholten sich die Märkte inzwischen rascher als erwartet, erklärte Wissmann. So seien im Juni in Deutschland 125 Prozent mehr schwere Lkw produziert worden als noch im Vorjahresmonat. Zwar wandert der Großteil in den Export. Doch auch in Deutschland stiegen die Neuzulassungen um 37 Prozent.

Der VDA-Präsident betonte, das Wachstum geschehe von einer dramatisch niedrigen Basis aus. In den wichtigsten Märkten Westeuropa, Nordamerika und Japan würden die Produktionsvolumina auch in diesem Jahr noch um 30 bis 40 Prozent niedriger liegen als vor der Krise. Dass die Firmen noch lange nicht wieder vor Kraft strotzen, beweist auch die Buchungslage auf der IAA. Rund 1700 Aussteller werden gut 220.000 Quadratmeter Fläche belegen. Das sind jeweils gut 20 Prozent weniger als 2008.

Der IAA-Präsident zeigte sich damit dennoch hochzufrieden. Immerhin habe man schon mehr Aussteller als 2006, die Fläche liege auf dem Niveau von 2004. Das hätte man sich noch vor einigen Monaten nicht träumen lassen, sagte Wissmann. Nach VDA-Angaben sind weiterhin alle entscheidenden Unternehmen vertreten – sie hätten sich eben nur für etwas kleinere Stände entschieden. Dadurch benötigt der Veranstalter im September drei Hallen weniger als 2008. Bei den erwarteten Besucherzahlen hält sich der VDA bedeckt. Von den fast 300.000 Gästen vor zwei Jahren werde man jedoch weit entfernt sein.

Nach dem konjunkturellen Einbruch werde sich die Industrie auf einen tiefgreifenden Umbruch einstellen müssen, sagte der Chef der Nutzfahrzeugsparte von Daimler, Andreas Renschler. „In den nächsten 20 Jahren wird sich unsere Branche vielleicht mehr verändern als im gesamten 20. Jahrhundert.“ Sowohl bei den Absatzgebieten als auch bei der Motorisierung und dem Service rund um das Fahrzeug würden sich die Gewichte deutlich verschieben.

Schon heute werde jeder zweite weltweit verkaufte Lkw in China abgesetzt – Tendenz steigend. Gleichzeitig müsse sich die Branche darauf einstellen, dass die Megastädte der Welt womöglich schon bald keine Diesel-Lkw mehr auf ihrem Gebiet dulden würden. Und in den entwickelten Märkten steige der Bedarf der Kunden hinsichtlich Flottenmanagement, Daten- und Teilepflege. Die Hersteller dürften in 20 Jahren mehr als die Hälfte ihres Umsatzes jenseits des Kernproduktes erwirtschaften, sagte Renschler. Das sei ein großer Vorteil: „Denn das Geschäft ist krisenfest.“

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