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Deutschland / Weltweit HypoVereinsbank streicht 1.500 Jobs
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19:17 06.08.2014
Die HVB hat drei Standorte in Hannover sowie Filialen in Hildesheim, Hameln, Celle, Göttingen und Braunschweig. Quelle: dpa
München/Hannover

Die HypoVereinsbank (HVB) hat sich mit den Arbeitnehmern auf den Umbau des Privatkundengeschäfts und einen Stellenabbau geeinigt. Bis 2015 sollen 240 der 580 Standorte geschlossen oder zusammengelegt werden. Wo genau, werde nun mit den Betriebsräten und Filialleitern verhandelt, sagte Finanzvorstand Peter Hofbauer gestern in München. Insgesamt 1500 Stellen würden im Zuge des Umbaus gestrichen, 1300 im Privatkundengeschäft und 200 in der Zentrale.

Die HVB hat drei Standorte in Hannover sowie Filialen in Hildesheim, Hameln, Celle, Göttingen und Braunschweig. Die Tochter der italienischen UniCredit reagiert mit der Straffung des Filialnetzes auch auf das veränderte Kundenverhalten. Viele Menschen wickeln ihre alltäglichen Bankgeschäfte inzwischen via Internet ab. Deshalb sollen Internet- und Mobile-Banking ausgebaut werden und dadurch auch neue Jobs entstehen. Allerdings werde die Zahl der neuen Jobs „keinesfalls den Abbau der alten kompensieren können“, sagte Hofbauer. Für 85 Prozent der Kunden solle sich der Weg zur nächsten Filiale „nicht oder kaum erhöhen“. Maximal fünf Kilometer sollen sie künftig zur nächsten HVB zurücklegen müssen.

Die Belastungen aus dem Restrukturierungsprogramm werden sich nach Angaben des Finanzchefs erst im zweiten Halbjahr in den Zahlen niederschlagen. Zudem bleibt laut Hofbauer das „makropolitische“ Umfeld schwierig. Daher werde der Vorsteuergewinn am Ende des Jahres in jedem Fall unter dem des Vorjahres liegen, alles in allem aber „zufriedenstellend“ ausfallen.

Der HVB bläst nach durchwachsenem Start ins Geschäftsjahr auch im zweiten Quartal der Wind ins Gesicht. Im Kerngeschäft Investmentbanking stehen wegen des niedrigen Zinsniveaus vor Steuern nur noch 63 Millionen Euro in den Büchern. Vor einem Jahr war dieser Wert fast fünfmal so hoch. Im weitaus kleineren Geschäft mit Privatkunden konnte die Bank ihr Vorsteuerergebnis mit 120 Millionen Euro annähernd halten.

Nicht weiter belasten sollen die HVB die umstrittenen sogenannten Cum-Ex-Geschäfte früherer Jahre. „Ich sehe keinerlei Veranlassung, mehr Vorsorge zu treffen“, sagte Hofbauer. Bei den auch Dividendenstripping genannten Geschäften geht es um Kauf und Verkauf von Aktien rund um den Dividendenstichtag. Wertpapiere wurden rasch hintereinander zwischen den Beteiligten hin- und hergeschoben. In der Folge wurden mehrfach Bescheinigungen über Kapitalertragsteuern ausgestellt, die nicht gezahlt wurden. Der Staat soll durch solche Geschäfte, die auch andere Marktteilnehmer betrieben haben sollen, um Milliarden gebracht worden sein. 2012 wurde die Gesetzeslücke geschlossen. Zu „Cum-Ex“ ermitteln mehrere Staatsanwaltschaften auch gegen frühere und derzeitige HVB-Mitarbeiter.

Ursula Quass

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