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Deutschland / Weltweit Hunde im Büro verbessern das Betriebsklima
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10:15 18.04.2016
Von Jens Heitmann
Hund sei Dank: Die Tiere senken das Stressgefühl der Mitarbeiter. Quelle: dpa
Hannover

Dass der Weg zu mehr Zufriedenheit im Büro nicht nur über Outdoor-Aktivitäten führen muss, legt nun eine Studie aus den USA nahe. Zweibeiner, so hat die Tierklinik Banfield aus Portland herausgefunden, vertragen sich viel besser, wenn auch Vierbeiner zugegen sind. Hunde, so das Ergebnis einer Umfrage unter rund tausend Angestellten und 200 Personalern, fördern die Produktivität und erhöhen die Arbeitsmoral.

Die Aussagen sind klar: 70 Prozent aller Befragten gaben an, Haustiere am Arbeitsplatz würden das Arbeitsklima verbessern. Angeblich fragen sogar 65 Prozent der Bewerber bereits beim Einstellungsgespräch, ob die Firma tierfreundlich sei. 39 Prozent der Befragten erklärten, dass sie sich tierischen Beistand holen würden, wenn der Arbeitgeber das Mitbringen ins Büro gestatte.

Dass insbesondere Hunde die Laune von Herrchen oder Frauchen heben, ahnten wohl schon Höhlenbewohner vor mehr als 30 000 Jahren, als sie die ersten Wölfe domestizierten. Wissenschaftlich bewiesen hat das später unter anderem Randolph Barker: Der Professor von der Virginia Commonwealth University konnte dokumentieren, dass Hunde im Büro das Stressgefühl der Mitarbeiter senken. Verantwortlich dafür ist der Ausstoß des Hormons Oxytocin – bei Haltern und Hund. Dieses steigere die soziale Kompetenz und vermindere Depressionen.

Die Vorteile für die Unternehmen lägen auf der Hand, sagt der Vorsitzende des Bundesverbandes Bürohund, Markus Beyer: „Psychisch gesündere Mitarbeiter sind motivierter und leiden seltener unter Burn-out.“ Der Verband hat sich vor zwei Jahren gegründet, inzwischen zählt er mehr als 2500 Unterstützer und Förderer. Nach anfänglichem Zögern suchten inzwischen auch vermehrt Firmen den Kontakt.

Beyer warnt jedoch vor Euphorie: „Nicht jeder Hund ist als Büro-Hund geeignet.“ Dass eine dänische Dogge sich in einem kleinen Zimmer nicht wohlfühle, verstehe sich noch von selbst. Aber auch ein Dackel könne schwierig werden, wenn es im Verhältnis von Herrchen und Hund knirsche, sagt Beyer. Auch die Tiere müssten sich wohlfühlen, sonst könne selbst der Ausstoß von Oxytocin eine gedeihliche Bürogemeinschaft nicht garantieren. Als professioneller Hundetrainer plädiert Beyer für klare Regeln: Ohne einen Rahmenvertrag für den Betrieb gehe es nicht – und ohne Hundehalterhaftpflicht auch nicht.

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