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Deutschland / Weltweit Heizöl ist günstig - und könnte noch billiger werden
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18:24 28.09.2014
Von Jens Heitmann
„Die Preistrends weisen in allen relevanten Bereichen abwärts“: Die Bestellungen der Verbraucher halten sich kurz vor Beginn der Heizperiode in Grenzen. Quelle: Paul Zinken
Hannover

Dieser Preis wird aus den Händlerangaben in 15 Städten berechnet und gilt für die Abnahme von 3000 Litern. „Angesichts der internationalen Krisen ist das vergleichsweise günstig“, sagt der EID-Experte Rainer Wiek. „Die Preistrends weisen in allen relevanten Bereichen abwärts“, erklärt Heiko Harlapp, Geschäftsführer des Vergleichsportals Esyoil.

Die Heizölpreise bewegen sich seit Monaten in einem engen Korridor. Bereits viermal sind die Notierungen auf Tiefpunkte von 80 Euro gesunken - so hoch wie aktuell war der Preis bisher nur im Juni. Dass Branchenkenner ihn dennoch als niedrig bewerten, hängt mit den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zusammen. Heizöl ist aktuell billiger als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahren. Im Sommer 2008 schossen die Preise auf mehr als 100 Euro je 100 Liter; selbst im vergangenen Jahr erreichten sie in der Spitze 91 Euro.

Für die derzeitige Preisstabilität nennen Fachleute mehrere Gründe. Zum einen sei einfach viel Rohöl auf dem Markt, heißt es beim EID. Da die USA durch den Fracking-Boom wieder zum Exporteur geworden sind, fallen sie als großer Nachfrager aus. Zum anderen mehren sich die Sorgen vor einem konjunkturellen Abschwung in China, Japan und Europa - auch das dämpft die Kaufanreize. Lediglich der zuletzt schwächelnde Euro könnte die Preise für hiesige Kunden nach oben treiben, denn Rohöl wird in Dollar gehandelt.

Entsprechend gelassen reagieren die Verbraucher. Die Bestellungen hielten sich kurz vor Beginn der Heizperiode noch in Grenzen, heißt es bei hannoverschen Händlern: Die Lieferfrist betrage zur Zeit weniger als eine Woche. Wegen des vergleichsweise milden Winters sind die Tanks in vielen Haushalten zudem noch gut gefüllt: In den ersten sechs Monaten lag der Absatz um ein Viertel unter dem des ersten Halbjahres 2013.

Lange konnten die Kunden sicher sein, Heizöl im Sommer besonders günstig beziehen zu können. Diese Gewissheit gebe es heute nicht mehr, sagt EID-Experte Wiek: „Das ist inzwischen wie bei einer Lotterie.“ Im vergangenen Jahr beispielsweise erreichten die Preise im August ihren Höhepunkt und waren im Dezember am niedrigsten. Die Verbraucher müssten den Markt eben genau beobachten, rät ein Händler. Ein Portal wie Esyoil versucht den Trend mittels eines „Schwarm-O-Meters“ auf die Spur zu kommen: Das aktuelle Kaufverhalten der Kunden soll signalisieren, ob sie die Preise - und damit den Zeitpunkt für eine Bestellung - für günstig halten.

Um sich günstigere Konditionen zu sichern, bieten sich nach Ansicht von Experten zwei Strategien an: Die Verbraucher könnten darauf verzichten, den ganzen Tank auf einmal zu füllen - für Teilmengen sind zwar Aufschläge fällig; diese fielen aber nicht allzu stark ins Gewicht. Alternativ könnten sich die Kunden mit anderen zusammenschließen und über die Menge günstigere Preise erreichen.

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