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Deutschland / Weltweit G 20 wollen Investitionen ankurbeln
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19:32 21.09.2014
„Wir haben uns geeinigt, weg von staatlich finanzierten Wachstumsmaßnahmen zu mehr Privatinvestitionen zu kommen“, berichtete Australiens Finanzminister Joe Hockey. Quelle: dpa
Cairns

Infrastrukturprojekte sollen die schwächelnde Weltwirtschaft nach dem Willen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G 20) wieder richtig in Gang bringen. Die Finanzminister und Notenbankchefs verabschiedeten am Sonntag im australischen Cairns eine Infrastrukturinitiative, die vor allem private Investoren locken soll. „Investitionen sind ein lebenswichtiger Bestandteil, um die Nachfrage anzukurbeln und das Wachstum zu fördern“, hieß es in der Abschlusserklärung.

Die Beschlüsse seien ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung der Weltwirtschaft, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Wichtig sei auch die Fortsetzung struktureller Reformen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im Juli von 3,7 auf 3,4 Prozent gesenkt. Die Minister warnten vor geopolitischen Gefahren und Finanzmarktrisiken, äußerten Sorgen wegen der Ebola-Krise in Afrika und bekräftigten den rigorosen Kampf gegen Konzerne, die Steuerschlupflöcher ausnutzen.

Die Infrastrukturprojekte sollen – wie von Schäuble gefordert – vor allem privat finanziert werden. „Wir haben uns geeinigt, weg von staatlich finanzierten Wachstumsmaßnahmen zu mehr Privatinvestitionen zu kommen“, berichtete Australiens Finanzminister Joe Hockey. Die Initiative sieht etwa mithilfe der Weltbank eine Datenbank vor, die es Privatinvestoren leicht macht, geplante Projekte zu finden.

Schäuble erteilte dem Vorstoß der EU, den Euro-Rettungsfonds ESM für Konjunkturmaßnahmen anzuzapfen, eine klare Absage: „In erster Linie ist der Fonds dafür da, dass er nicht gebraucht wird und Vertrauen schafft“, sagte er in Cairns vor der Weiterreise nach Vietnam. „Mit der Finanzierung von Investitionen hat das nichts zu tun.“ Bis zum nächsten G-20-Gipfel sollen weitere Reformen zur Stärkung der Finanzmärkte auf dem Tisch liegen.

Andre Stahl

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