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Deutschland / Weltweit Funklöcher kosten Wirtschaft angeblich Milliarden
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21:16 15.02.2015
Von Albrecht Scheuermann
Netzsuche im Büro: Angeblich geht damit viel Arbeitszeit verloren. Quelle: Oliver Berg
London

Bauarbeiter, Bahnschaffner oder Bäcker haben bestimmt ihr Päckchen zu tragen, aber das Berufsleben stellt auch Büroangestellte vor Herausforderungen. Eine davon ist eine Folge des technischen Wandels in der Kommunikation. Da heute ein Teil der Bürotelefonate per Handy geführt wird, entstehen Verständigungsprobleme, wenn das entsprechende Netz wackelig ist oder zu schwach funkt.

Ein völlig nebensächliches Problem, könnte man denken. Eine neue Untersuchung aus Großbritannien kommt jedoch zu dramatischen Befunden. Demnach entsteht allein britischen Unternehmen jede Woche ein Verlust von 32,75 Millionen Pfund, umgerechnet rund 44 Millionen Euro, „da 43 Prozent der Beschäftigten zumindest eine Stunde mit der Suche nach stabilem Handyempfang verbringen, um Telefonate mit geschäftlichem Bezug tätigen zu können“. Das sind aufs Jahr berechnet immerhin fast 2,3 Milliarden Euro.

61 Prozent der befragten Angestellten in Unternehmen gaben an, auf ihrem Mobiltelefon am Arbeitsplatz nur über mäßigen beziehungsweise unbeständigen Netzempfang zu verfügen. Selbst in den Bürotürmen der Telekommunikationsbranche hakt es mit der Kommunikation: Dort berichteten immerhin 50 Prozent der Arbeitnehmer über unzureichenden Netzempfang.

Im Rahmen der Untersuchung waren 2000 jüngere und dienstältere britische Büroangestellte von Unternehmen unterschiedlicher Größen befragt worden. „Es ist schon verblüffend, dass wir zu einer Zeit, in der uns unser Kühlschrank mitteilen kann, dass wir keine Milch mehr haben, immer noch mit dem uralten Problem eines lückenhaften Mobilfunkempfangs im Innenbereich zu kämpfen haben“, kommentierte Gavin Ray die Ergebnisse. Er ist Marketingchef bei der Firma IP-Access, die die Studie in Auftrag gegeben hatte.

Keineswegs verblüffend ist jedoch die dramatische Schilderung der Probleme mit dem gestörten Empfang, wenn man den Geschäftszweck des Unternehmens berücksichtigt. IP-Access entwickelt „Lösungen für Kleinfunknetze“ - mit deren Hilfe sich solche Kommunikationsstörungen vermeiden lassen. Neue Kunden dafür lassen sich offenbar am ehesten mit dem Kostenargument ködern.

Allerdings hat die schöne Rechnung einen Haken: Viele Büroangestellten könnten die eingesparte Arbeitszeit am Handy für andere Kommunikationsformen wie den Kaffeeplausch unter Kollegen verwenden - dann ist der errechnete Spareffekt für die Katz.

Zu teuer für die Bank? Die Postbank will sich den Aufwand beim Ausführen einer Papierüberweisung bezahlen lassen. 99 Cent verlangt sie neuerdings dafür. Die Bank erntet deshalb viel Protest – doch die Regelung kann umgangen werden.

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