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Entscheidung zu Hapag-Lloyd-Bürgschaft verschoben

Haushaltsausschuss Entscheidung zu Hapag-Lloyd-Bürgschaft verschoben

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Entscheidung über eine Staatsbürgschaft für die angeschlagene Hamburger Reederei Hapag-Lloyd verschoben.

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Ein Schiff der Reederei Hapag-Lloyd.

Quelle: ddp

„Die Entscheidung soll aber definitiv noch im Laufe dieser Woche fallen“, sagte Staatssekretär Walther Otremba vom Wirtschaftsministerium am Mittwoch der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

Der FDP-Politiker Jürgen Koppelin sagte im Anschluss an die Sitzung des Haushaltsausschusses, dass es noch viele offene Punkte und dementsprechend Gesprächsbedarf gebe. „Wir wollen Klarheit darüber, wo das Geld landen wird“, so Koppelin.

Der Lenkungsausschuss Unternehmensfinanzierung hatte am Montag ein positives Votum für den Bürgschaftsantrag in Aussicht gestellt. Beabsichtigt sei die Gewährung einer 90-prozentigen Bürgschaft aus dem Wirtschaftsfonds Deutschland gemeinsam mit der Stadt Hamburg für Kredite in Höhe von 1,2 Milliarden Euro, hatte das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt. Neben den zu verbürgenden Krediten seien Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe in den nächsten drei Jahren und namhafte Gesellschafterbeiträge in Höhe von knapp 1,9 Milliarden Euro als wesentliche Maßnahmen zur Stabilisierung des durch die Finanz- und Wirtschaftskrise in Schwierigkeiten geratenen Unternehmens vorgesehen, hieß es weiter.

Hapag-Lloyd zählt als größte deutsche Linienreederei zu den Top fünf der führenden Linienreedereien weltweit. Mit rund 7200 in der Schifffahrt Beschäftigten betreibt Hapag-Lloyd eine Flotte von rund 130 Containerfrachtern in 130 Ländern.

An Hapag-Lloyd ist die TUI AG zu 43,3 Prozent beteiligt. Der Rest entfällt auf das Hamburger Konsortium Albert Ballin, das unter anderem aus dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, der Freien und Hansestadt Hamburg und den Versicherern Hanse Merkur und Signal Iduna besteht.

ddp

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