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Deutschland / Weltweit EU zieht Stromfressern den Stecker
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07:35 14.08.2014
Die Düse macht’s: Brüssel weiß, was Sauger leisten müssen. Quelle: dpa
Brüssel

Ob Herbert Reul bei sich zu Hause auch mal fürs Großreinemachen zuständig ist, ist in Straßburg nicht bekannt. Um so genauer weiß man dafür, was der Europaparlamentarier vom Verbot für stromfressende Staubsauger hält: „Das ist Planwirtschaft“, findet der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe. „Es gibt in Europa wichtigere Probleme.“ Gleichwohl dürfen von September nur noch Staubsauger mit weniger als 1600 Watt verkauft werden. Drei Jahre später geht das Limit erneut runter - auf 900 Watt.

Der Kollege Reul müsse sich aber keine Sorgen um die Reinlichkeit machen, versichert sein Parteifreund Günther Oettinger. Weder blieben die Teppiche schmutzig, noch werde der Hausputz künftig doppelt so lange dauern: „Die Kunden bekommen bessere Staubsauger als je zuvor“, erklärt der EU-Energiekommissar. Strikte Vorgaben gebe es nicht nur für den Stromverbrauch, sondern auch für die Staubaufnahme, den Lärmpegel, die Sauberkeit der ausgestoßenen Luft und die Haltbarkeit des Gerätes.

Diesem Optimismus schließt sich auch das deutsche Umweltbundesamt an. „Bisher fanden sich die Verbraucher in einer skurrilen Situation wieder“, sagt die Expertin Ines Oehme. „Die Industrie hat mit immer höheren Wattzahlen geworben. Diese Zahlen sagen aber kaum etwas über die wirkliche Staubaufnahme aus. Sie geben eher Ausblick auf die anfallenden Stromkosten.“

Die Tester der Stiftung Warentest bestätigen das seit Jahren: Nicht die Kraft des Motors sei entscheidend, sondern die Konstruktion des gesamten Staubsaugers, heißt es in Berlin. Die Düsen müssen aerodyna­misch geformt und richtig auf das Gerät abge­stimmt sein. Um der neuen EU-Richt­linie zu entsprechen, müssen die neuen Modelle zukünftig von Teppichboden mindestens 70 Prozent, von Hartböden mindestens 95 Prozent des Staubes entfernen. Um den Kunden die Auswahl zu erleichtern müssen Staubsauger künftig ein Energielabel tragen - besonders spar­same Modelle bekommen Effizienz­klasse A. Das Label informiert auch über den Jahres­verbrauch für einen Muster­haushalt mit 50 Reinigungs­gängen auf 87 Quadrat­meter Wohn­fläche.

Wie gut der Sauger die Böden säubert und den einge­saugten Staub zurück­hält, zeigt eine Skala von G für schlechteste bis A für beste Leistung. Wie wenig die Wattzahl über die Saugleistung aussagt, hat die Stiftung Warentest im Februar dokumentiert: Sieger war ein Modell von Siemens mit nur rund 870 Watt. Allerdings hat der Hersteller ausgerechnet diesen Staubsauger jüngst aus dem Sortiment genommen.

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