Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Weltweit Eurozone wächst langsam
Mehr Welt Wirtschaft Deutschland / Weltweit Eurozone wächst langsam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 25.02.2014
Die Staatsdefizite in den Euroländern gehen im Schnitt weiter zurück. Quelle: Uli Deck
Straßburg

Die Konjunktur im Euroraum kommt nach Jahren der Krise langsam in Schwung. Die Wirtschaft in den 18 Euro-Staaten wird im laufenden Jahr um 1,2 Prozent und im kommenden Jahr um 1,8 Prozent wachsen. Das teilte EU-Währungskommissar Olli Rehn in seinem neuen Konjunkturgutachten mit. Damit hob der Finne die bisherige Prognose um jeweils 0,1 Punkte an. „Der Aufschwung bleibt moderat und ist immer noch anfällig“, resümierte er am Dienstag in Straßburg. Noch im vergangenen Jahr war die Euro-Wirtschaft um 0,4 Prozent geschrumpft.

„Die Stärkung der Binnennachfrage in diesem Jahr dürfte uns zu einem ausgewogeneren, nachhaltigeren Wachstum verhelfen“, so Rehn. Die Arbeitslosigkeit sei nach wie vor hoch. Er forderte die Mitgliedstaaten auf, auf Reformkurs zu bleiben, um den Aufschwung zu stärken und mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

Musterschüler Deutschland schneidet in der Brüsseler Vorhersage überdurchschnittlich ab. Das Wachstum werde in der größten Volkswirtschaft der Eurozone vor allem von der Binnennachfrage getrieben, meinte Rehn. Erwartet wird ein Plus von 1,8 Prozent im laufenden Jahr und 2,0 Prozent im kommenden Jahr.

Rehn will am Mittwoch kommender Woche ausführliche Berichte zu den wirtschaftlichen Ungleichgewichten in der Union vorlegen. Dabei geriet auch Deutschland wegen seiner hohen Exportüberschüsse ins Visier der Währungshüter. Betroffen sind - wegen anderer Gründe - auch andere große Euro-Volkswirtschaften wie Frankreich oder Italien. Direkte Sanktionen drohen zunächst nicht.

Die Staatsdefizite in den Euroländern gehen im Schnitt weiter zurück. Doch es gibt weiter Probleme. So steigt die Neuverschuldung in Spanien im kommenden Jahr voraussichtlich wieder an: auf 6,5 Prozent der Wirtschaftsleistung nach 5,8 Prozent im laufenden Jahr. Madrid hatte den EU-Partnern zugesichert, 2016 wieder die Maastrichter Defizitgrenze von 3 Prozent einzuhalten. Nach den vorliegenden Zahlen dürfte das kaum zu schaffen sein. Die Schuldenberge in den meisten Euroländern bleiben nach Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise auf hohem Niveau.

„Das größte Abwärtsrisiko für die Wachstumsaussichten ist ein erneuter Vertrauensverlust, zu dem es kommen könnte, wenn die Reformen auf nationaler oder auf europäischer Ebene ins Stocken geraten“, berichtete Rehn.

Die Kommission warnte auch davor, dass „eine auf Dauer extrem niedrige Inflation“ Risiken bergen könnte. Die Möglichkeit einer EU-weiten Deflation werde jedoch als äußerst gering eingestuft. Bei einer Deflation kommt bei anhaltend sinkenden Preisen eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang, bei der Verbraucher und Unternehmen in Erwartung weiter fallender Preise sich bei Käufen und Investitionen zurückhalten.

dpa

Loewe hat einen langen Leidensweg hinter sich - und er ist noch nicht vorbei. Nach der gescheiterten Rettung durch eine Investorengruppe geht die Käufersuche wieder los. Für die Mitarbeiter, die nach den Krisen der letzten Jahre noch übrig sind, geht das Zittern weiter.

25.02.2014

Dank der robusten Konjunktur hat der deutsche Staat 2013 einen ausgeglichen Haushalt erwirtschaftet. Nach den aktualisierten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes erwirtschaftete der Staat einen minimalen Finanzierungsüberschuss von rund 0,3 Milliarden Euro.

25.02.2014

Die mitgliederstärkste Krankenkasse Barmer GEK will jede fünfte Stelle streichen und die Zahl ihrer Geschäftsstellen halbieren. Von den knapp 17 000 Arbeitsplätzen sollen mittelfristig 3500 Stellen wegfallen, teilte Vorstandschef Christoph Straub am Montag in Berlin mit.

24.02.2014